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CoreWeave‑Aktie: Rekord‑Ausfallprämie – Schock für 3 DAX‑Werte?

CoreWeave‑Aktie: Rekord‑Ausfallprämie – Schock für 3 DAX‑Werte?
Foto: Richard B. Levine/Sipa USA/picture alliance/dpa
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Ingo Nix Heute, 07:45 ‧ Ingo Nix
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Die CoreWeave-Aktie ist zum Fieberthermometer der KI-Finanzierung geworden. Am Donnerstag kostete die Absicherung gegen einen Zahlungsausfall zeitweise den Rekordwert von 1.194,5 Basispunkten, knapp zwölf Prozent der abgesicherten Summe pro Jahr. In Frankfurt gerieten zugleich die deutschen Zulieferer des KI-Ausbaus unter Druck: Infineon, Siemens Energy und Hochtief.

CoreWeave-Aktie: Wie gefährlich ist der Schuldenstress?

Der Kreditmarkt preist damit eine Ausfallwahrscheinlichkeit von mehr als 60 Prozent binnen fünf Jahren ein. Nvidia-Chef Jensen Huang hielt dagegen: Die Kapitalkosten von CoreWeave sänken, Nvidia müsse nicht einspringen. Die Aktie drehte am Jahrestief nach oben und schloss 5,94 Prozent höher. Neutral ist Huang nicht, Nvidia hält rund zehn Prozent an CoreWeave und liefert die Chips. Zudem verkauften die drei Gründer laut Bloomberg seit dem Börsengang Aktien für 3,30 Milliarden Dollar.

Infineon liefert Leistungshalbleiter für die Stromversorgung von KI-Servern, Siemens Energy Kraftwerks- und Netztechnik, Hochtief baut über die US-Tochter Turner Rechenzentren. Infineon verlor 5,2 Prozent, Hochtief 3,6 Prozent und Siemens Energy 2,2 Prozent – während der DAX zulegte.

Die Analysten sind gespalten. Gil Luria von DA Davidson sagte zu Bloomberg: „Wenn sie sich zu neun Prozent leihen und das Beste, was sie damit verdienen, fünf Prozent Rendite sind, spielt es keine Rolle, wie stark sie wachsen.“ Cantor Fitzgerald sieht dagegen „eine Menge Panikmache“, das Geschäft habe sich „stetig verbessert“. Rückhalt gibt der Auftragsbestand von rund 104 Milliarden Dollar. Für die deutschen Zulieferer zählt weniger, ob CoreWeave durchkommt, als ob Geld für den ganzen Ausbau teurer wird.

CoreWeave Inc. (WKN: A413X6)

Die CoreWeave-Aktie schloss gestern bei 69,69 Dollar. Erster Widerstand ist der Schlusskurs vom Dienstag vor der Kurslücke bei 77,81 Dollar, 11,7 Prozent höher. Darüber liegen 50-Tage-Linie und Abwärtstrend seit Mai um 88 Dollar sowie die 200-Tage-Linie bei 92,50 Dollar. Unterstützung bietet die Zone aus Sommertief und neuem Jahrestief zwischen 59,51 und 60,55 Dollar, 13,1 bis 14,6 Prozent tiefer. Dort griffen Anleger am Donnerstag mit vierfachem Volumen zu. Fällt die Zone, wartet die untere Trendlinie seit dem Frühjahr um 55 Dollar.

Was die Schuldenfrage für Infineon, Siemens Energy und Hochtief bedeutet, werden die kommenden Quartalszahlen der Unternehmen beantworten. Den Anfang machen Infineon am 10. und Siemens Energy am 11. November.

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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: CoreWeave Inc..

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