Der deutsche Turbinenbauer Nordex schafft es immer besser, seine prall gefüllten Orderbücher in harte Gewinne umzumünzen. Am Donnerstagabend schraubte das Management erneut die Margenprognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben.
Das Management rund um Firmenlenker José Luis Blanco erwartet nun eine EBITDA-Marge zwischen 11,5 und 12,5 Prozent. Zuvor stellte das Unternehmen hier lediglich acht bis elf Prozent in Aussicht. Nordex begründet die höhere Prognose mit höheren Margen im Servicegeschäft und einer starken Performance im Projektgeschäft.
Die Erhöhung des Profitabilitätsziels erfolgte nach starken vorläufigen Ergebnissen für das abgelaufene dritte Quartal. Demnach beläuft sich der Umsatz im Berichtszeitraum auf 2,19 Milliarden Euro nach 1,71 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Umsatzprognose, die Einnahmen zwischen 9,2 und neun Milliarden Euro vorsieht, wurde bestätigt.
Aufträge ohne Ende
Beim Windkraftanlagenbauer Nordex hat das Neugeschäft im dritten Quartal zudem spürbar an Dynamik gewonnen. Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 29,5 Prozent auf 2,81 Gigawatt – und damit deutlich stärker als in den ersten neun Monaten insgesamt, in denen das Plus bei 16,1 Prozent auf 7,7 Gigawatt lag. Besonders kräftig fiel die Nachfrage in Deutschland, den USA und der Türkei aus. Zwischen Juli und September gingen bei Nordex Bestellungen für insgesamt 427 Windkraftanlagen ein, verteilt auf Projekte in zehn Ländern.
Darüber hinaus verzeichnet das Unternehmen ein weiterhin stabiles Preisumfeld. Die vollständigen Zahlen für das dritte Quartal will der Turbinenbauer am 5. November veröffentlichen.
Die Erhöhung der EBITDA-Prognose über den ursprünglichen Zielkorridor ist ein extrem starkes Signal von Nordex an den Kapitalmarkt. Im frühen Handel gewinnt die Aktie des Turbinenbauers rund neun Prozent und löst sich damit klar von den jüngsten Verlaufstiefs. Schwache Tage bleiben Kauftage, ein Stopp bei 32,50 Euro sichert die Position ab.
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