Die Rollen sind klar verteilt: Volvo bringt seine Sicherheitsforschung ein, Nvidia liefert Rechenleistung, Software und das Sicherheitsbetriebssystem. Am Anfang steht überwachtes Fahren, später sollen Funktionen folgen, bei denen der Fahrer erst den Blick und dann die Aufmerksamkeit von der Straße nehmen darf. Die Partner kooperieren seit 2017. Mercedes, Jaguar Land Rover und Hyundai setzen ebenfalls auf Nvidia.
Nvidia-Aktie: Was bringt der Volvo-Deal?
Der Deal zeigt, wohin Nvidia im Auto will: weg vom Chiplieferanten, hin zum Anbieter des ganzen Fahrsystems. Volvo bringt seine Sicherheitsforschung ein, Nvidia liefert Rechenleistung, Software und das Sicherheitsbetriebssystem. Am Anfang steht überwachtes Fahren, später sollen Funktionen folgen, bei denen der Fahrer erst den Blick und dann die Aufmerksamkeit von der Straße nehmen darf. Die Partner kooperieren seit 2017. Mercedes, Jaguar Land Rover und Hyundai setzen ebenfalls auf Nvidia.
In den Zahlen spielt das Auto noch eine Nebenrolle. Im zweiten Geschäftsquartal bis Ende Juli setzte Nvidia 96,2 Milliarden Dollar um, 89,0 Milliarden davon im Rechenzentrum. Die Sparte Edge Computing, zu der das Autogeschäft gehört, kam auf 7,20 Milliarden Dollar – 27 Prozent mehr als vor einem Jahr, aber nicht einmal ein Zehntel des Konzernumsatzes.
Dazu steckt der Partner selbst in der Krise. Volvo Cars hat Anfang Oktober die Ziele für Absatz und Cashflow 2026 gestrichen, im dritten Quartal sank der Absatz um 10,7 Prozent. Bis Autos mit dem neuen System in Stückzahlen rollen, vergehen Jahre. Der Deal treibt also nicht das nächste Quartal. Er ist ein Baustein für die Zeit nach dem Rechenzentrumsboom – und ein Beleg, dass Autobauer bei Nvidia das ganze Paket kaufen.
Mit 217,23 Dollar zum Handelsschluss am Donnerstag notiert die Aktie 10,7 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 243,37 Dollar. Sie ist unter die 50-Tage-Linie gerutscht, die bei rund 223 Dollar und damit 2,7 Prozent über dem Kurs als erster Widerstand wirkt. Nach unten stützt zuerst die untere Linie des Aufwärtstrends seit April, sie verläuft derzeit um 209 Dollar, knapp vier Prozent tiefer. Darunter liegt die 200-Tage-Linie bei rund 203 Dollar. Bricht die Trendlinie, wäre der Aufwärtstrend seit dem Frühjahr angeschlagen.
Wie stark das Rechenzentrum weiter wächst und was Nvidia zum Autogeschäft sagt, zeigt der Konzern Mitte November mit den Zahlen zum dritten Quartal.
Früh bei Zukunftsthemen einsteigen, bevor die breite Masse sie kennt – was Nvidia beim autonomen Fahren seit 2017 mit Volvo vormacht, ist das Prinzip des Hot Stock Report. Florian Söllner sucht dort regelmäßig nach Gewinnern bei KI, Robotik, Drohnen und Quantencomputing.
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