Gemischte Gefühle bei den Aixtron-Aktionären: Am Donnerstag brach die Aktie zunächst aufgrund der Finanzierungssorgen beim KI-Cloud-Anbieter CoreWeave um weitere 12,7 Prozent ein. Am Abend dann der Paukenschlag – der Anlagenbauer lieferte starke Quartalsdaten mit Auftragseingang und Profitabilität deutlich über den Erwartungen.
- Auftragseingang übertrifft die Markterwartung um rund 60 Millionen Euro.
- Operative Marge steigt im Q3 von 13 auf rund 31 Prozent.
- Nachfrage nach Laseranlagen für KI-Rechenzentren stärkt die Perspektiven für 2027.
Wie Aixtron mitteilte, hat sich der Auftragseingang im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr von 124 auf rund 275 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Damit übertraf der Anlagenbauer die mittlere Analystenerwartung von 214,6 Millionen Euro um gut 28 Prozent und legte auch gegenüber dem bereits starken zweiten Quartal mit Bestellungen über 214,5 Millionen Euro deutlich zu. "Unser Auftragseingang wird weiterhin von der hohen Nachfrage nach Anlagen für Laseranwendungen in der KI-Datencenter-Kommunikation getragen", so Aixtron-Chef Felix Grawert am Vorabend.
Aixtron hat zugleich erheblich profitabler gearbeitet. Bei einem Umsatz von rund 184 Millionen Euro erwirtschaftete der Konzern einen operativen Gewinn von etwa 57 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal waren es bei Erlösen von 119,6 Millionen Euro lediglich 15,4 Millionen Euro gewesen. Während der Umsatz damit um rund 54 Prozent zulegte und damit innerhalb der angekündigten Spanne von 160 bis 200 Millionen Euro lag, hat sich das operative Ergebnis mehr als verdreifacht. Die operative Marge sprang entsprechend von 13 auf rund 31 Prozent. Laut Grawert hat ein vorteilhafter Produktmix maßgeblich dazu beigetragen.
Trotz des starken Quartals hat das Unternehmen die Jahresprognose unverändert gelassen. Die vollständigen Neunmonatszahlen folgen am 29. Oktober.
Grawert bringt es auf den Punkt: "Der hohe Auftragseingang stärkt die Visibilität und die Geschäftsperspektiven für das Jahr 2027 deutlich." Vor allem die Nachfrage nach Laseranlagen für KI-Rechenzentren eröffnet weiteres Wachstum und stärkt so die Kaufthese des AKTIONÄR. Investierte Anleger bleiben dabei und beachten den Stoppkurs bei 29,80 Euro.
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