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SK Hynix‑Aktie, Nebius‑Aktie und Co: Diese fünf Namen sucht gerade jeder – zu Recht?

SK Hynix‑Aktie, Nebius‑Aktie und Co: Diese fünf Namen sucht gerade jeder – zu Recht?
Foto: Chat-GPT
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Ingo Nix Heute, 14:11 Ingo Nix
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Fünf Namen dominieren die Suchanfragen am heutigen Mittag. Alle fünf verbindet dieselbe Wette: Wer die Rechenzentren für Künstliche Intelligenz baut, verdient vor den Modellen.

Ganz oben in den Suchanfragen stehen keine Modellanbieter, sondern deren Zulieferer. Der Engpass der Künstlichen Intelligenz liegt nicht mehr im Rechenchip, sondern im Speicher, im Strom und in der Verbindungstechnik. Die Ankündigung von OpenAIs Modell GPT-6 Astra Anfang September hat das Interesse zusätzlich befeuert.

SK Hynix: Rekord und trotzdem abgestraft

Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf 79,32 Billionen Won, rund 57 Milliarden Dollar, bei einer operativen Marge von 76 Prozent. Trotzdem verfehlte der Konzern den Konsens, die Aktie brach am Berichtstag um 9,6 Prozent ein. Grund ist der holprige Hochlauf der vierten Generation des Hochbandbreitenspeichers HBM, der die Rechenchips in den KI-Rechenzentren mit Daten versorgt: Samsung steigerte seinen Anteil an den HBM4-Auslieferungen nach Schätzung koreanischer Analysehäuser von rund fünf auf etwa 35 Prozent. 

Nebius: Der Hebel liegt im zweiten Halbjahr

Der Umsatz wuchs um 454 Prozent auf 582,30 Millionen Dollar, die annualisierte Umsatzrate erreichte Ende Juni 3,00 Milliarden Dollar. Neue Verträge werden mit über 20 Millionen Dollar je Megawatt geschlossen, die Basis des Jahres liegt bei rund zwölf Millionen. Dagegen stehen ein Quartalsverlust von 190,40 Millionen Dollar und Investitionen von 20,00 bis 25,00 Milliarden Dollar im Jahr. Der Großteil der Kapazität geht erst im zweiten Halbjahr ans Netz.

Nebius (WKN: A1JGSL)

CoreWeave: Der Berg muss schmelzen

Umsatz 2,58 Milliarden Dollar, ein Plus von 112 Prozent, Auftragsbestand 104,20 Milliarden Dollar. Der Nettoverlust weitete sich auf 626 Millionen Dollar aus. Netto wuchs der Auftragsbestand gegenüber Ende März nur um 4,80 Milliarden Dollar, einzelne Häuser hatten mit rund 40 Milliarden gerechnet. Nicht die Nachfrage ist der Streitpunkt, sondern das Tempo, mit dem daraus Umsatz wird.

Marvell: Das Timing der Custom-Chips

Rekordquartal am 27. August mit 2,74 Milliarden Dollar Umsatz und einem bereinigten Ergebnis von 0,94 Dollar je Aktie, die Prognose für das Geschäftsjahr 2028 steigt auf rund 18,00 Milliarden Dollar. Ein Abkommen über Custom Silicon, also Chips, die Marvell exklusiv für einen einzelnen Großkunden entwickelt, taxieren Analysten auf bis zu 120 Milliarden Dollar über sechseinhalb Jahre. 

ARM Holdings: Der eigene Rechenzentrums-Chip

Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf rund 1,29 Milliarden Dollar, die Royalties auf 715 Millionen Dollar, das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 0,45 Dollar über der eigenen Prognose. Für den eigenen Prozessor liegen Zusagen von mehr als 2,00 Milliarden Dollar vor. Begrenzt wird er durch Wafer-, Speicher- und Packaging-Kapazität, also genau die Knappheit, von der SK Hynix lebt. Dazu untersucht die US-Handelsbehörde FTC die Lizenzpraxis.

Was die fünf verbindet – und was sie bremsen könnte

Fünf Geschäftsmodelle, eine Engpasswirtschaft: Alle fünf verdienen daran, dass Speicher, Strom und Packaging knapper sind als die Nachfrage nach Rechenleistung. Die Korrelation ihrer Kurse ist kein Zufall, sie ist das Geschäftsmodell. Genau dort setzt die Debatte seit dem Wochenende an: Anthropic unterstützt eine Taktung der Entwicklung offen, ein Gesetzentwurf im Repräsentantenhaus sieht halbjährliche Prüfungen und Tagesstrafen bis zu einer Million Dollar vor. Gebremst werden soll aber das Training an der vordersten Kante, nicht der laufende Betrieb – und dort entsteht inzwischen der größere Teil der Nachfrage nach Speicher und Rechenzeit.

Solange Speicher, Strom und Packaging knapper sind als die Nachfrage nach Rechenleistung, sitzen alle fünf auf der richtigen Seite des Preises. Sie fallen aber auch gemeinsam, sobald ein Datenpunkt den Engpass infrage stellt. Die erste Frage ist deshalb operativ und hat einen Kalender: SK Hynix Ende Oktober, Nebius und CoreWeave im November, Marvell am 1. Dezember. Die zweite ist politisch und hat keinen: Ob aus der Forderung nach einer Taktung Gesetze werden, ist offen – bis dahin reagieren diese Werte auf jede Schlagzeile daraus stärker als auf ihre eigenen Zahlen. In einer Phase, in der die Schlagzeile den Kurs macht, entscheidet der Zeitpunkt mehr als die Auswahl.

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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nebius, CoreWeave Inc..

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