Die Sorge vor den Risiken Künstlicher Intelligenz (KI) hat am Montag weltweit Aktien aus dem KI-Umfeld belastet. In Asien gerieten vor allem an der Börse in Seoul SK Hynix und Samsung unter Druck. Die Schwäche erfasste aber auch Europa und hier mit Siemens Energy, Infineon, Aixtron und SUSS Microtec auch Deutschland.
Bei der Aktie von Siemens Energy geht es am späten Vormittag mehr als sechs Prozent nach unten. Damit nähert sich das Papier nun wieder einer kritischen Marke.
Auslöser für die Schwäche im Sektor waren Aussagen des Anthropic-Chefs Dario Amodei, der nach KI-Hacking-Attacken erklärte, in sechs bis zwölf Monaten könnte ein KI-Schwarm möglicherweise das gesamte Internet übernehmen. Potenziell drohten Schäden von mehreren hundert Milliarden Dollar. Amodei forderte deshalb, die Entwicklung der leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen. Elon Musk und Sam Altman unterstützten ihn. Der OpenAI-Chef kündigte an, dass sein Unternehmen wohl nicht mehr in diesem Jahr an die Börse gehen werde (DER AKTIONÄR berichtete: „KI‑Regulierung 2026: Anthropic fordert Tempolimit – OpenAI sagt Börsengang ab“).
Die LBBW sieht die Gefahr, dass ein vorsichtigeres Entwicklungstempo nun Investitionen und Gewinnerwartungen bremsen könnte. Wegen hoher Bewertungen seien Technologiewerte anfällig für Zweifel an den Investitionssummen.
Festhalten muss man allerdings, dass es nicht um einen Ausgabenstopp geht. Die KI wird weiterhin ihren Gang gehen, allerdings dürften KI-Sicherheit und Haftung verstärkt in den Fokus kommen. Energie wird dabei auch weiterhin ein extrem wichtiges Thema bleiben. Charttechnisch steht die Aktie von Siemens Energy nun allerdings unter Druck. Wichtig für die Aktie von Siemens Energy ist nun allerdings kurzfristig, dass das Augusttief bei 133,30 Euro nun nicht nachhaltig unterschritten wird.
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