Amazon zündet die nächste Stufe im globalen KI-Wettrennen und vertieft seine strategische Partnerschaft mit Halbleiter-Primus Nvidia massiv. Gleichzeitig erweist sich der Einsatz autonomer KI-Agenten als neuer Umsatz-Booster für das riesige E-Commerce-Imperium. Steht der Tech-Riese jetzt vor dem nächsten großen Kurssprung?
Der weltgrößte Cloud- und E-Commerce-Gigant Amazon baut seine technologische Vormachtstellung mit Hochdruck aus. Die Cloud-Sparte AWS hat eine umfassende Ausweitung der Zusammenarbeit mit Nvidia bekanntgegeben: Zwischen 2027 und 2028 will der Konzern zusätzliche zwei Millionen Hochleistungs-Grafikprozessoren von Nvidia installieren. Darunter befinden sich Spitzenarchitekturen wie Blackwell Ultra, Rubin und Rubin Ultra. Dieser Mega-Auftrag kommt zu der bereits vereinbarten Million Chips für das Jahr 2026 hinzu und unterstreicht, dass Amazon trotz eigener Chip-Entwicklungen über Annapurna Labs weiterhin massiv auf das Know-how von Nvidia setzt.
Das Abkommen reicht weit über reine Hardware-Lieferungen hinaus. Beide Konzerne planen unter anderem den Bau spezieller KI-Fabriken mit 100.000 GPUs für Sicherheitsanwendungen der US-Regierung. Zudem wird Amazons Robotik-Sparte künftig Nvidias Plattform für physische KI nutzen, um die Lagerautomatisierung zu revolutionieren. Die Nemotron-Modelle von Nvidia wandern direkt auf die AWS-Plattformen Bedrock und SageMaker.
KI auch operativ spürbar
Auch im Kerngeschäft E-Commerce schlägt die KI-Offensive voll ein. Einer aktuellen Studie des Analysehauses Evercore ISI zufolge kurbelt autonome Agenten-KI das Konsumverhalten spürbar an: 57 Prozent der Nutzer von Alexa KI kauften Produkte, die ihnen zuvor unbekannt waren, während 36 Prozent der Befragten angaben, durch die KI-Funktionen insgesamt mehr zu bestellen. Analyst Mark Mahaney hob das Kursziel für die Amazon-Aktie daraufhin von 315 auf 355 Dollar an, was einem Aufwärtspotenzial von rund 40 Prozent entspricht.
Amazon beweist, wie sich die Marktführerschaft in der Cloud und im Online-Handel durch gezielte KI-Integration weiter ausbauen lässt. Der Deal mit Nvidia sichert die technologische Spitzenposition. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Aktien der Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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