Schlussglocke: Dow Jones und Co mit Verlusten – Boeing, AMD und Intel trotzen Abverkauf

Schlussglocke: Dow Jones und Co mit Verlusten – Boeing, AMD und Intel trotzen Abverkauf
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Maximilian Völkl Heute, 22:07 Maximilian Völkl

Trotz besser als erwarteter Inflationsdaten haben die großen Indizes an der Wall Street am Dienstag Verluste eingefahren. Der Dow Jones verlor besonders deutlich mit 0,80 Prozent auf 49.192 Punkte. Der Nasdaq 100 gab 0,18 Prozent auf 25.742 Zähler nach und der S&P 500 schloss 0,19 Prozent tiefer bei 6.964 Punkten.

Die Kerninflation, bei der die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, stieg im Dezember zum Vorjahr um 2,6 Prozent und damit weniger als erwartet. Das hat am Markt aber nur kurz für Impulse gesorgt. Derweil sind die Ölpreise deutlich gestiegen, nachdem Donald Trump den Demonstranten im Iran zugesagt hat, dass „Hilfe auf dem Weg“ sei. Generell wurde die Flut an neuen "Ideen" Trumps am Markt als Auslöser für das Minus am Dienstag gewertet.

Berichtssaison beginnt

Bei den Einzelwerten stand vor allem JPMorgan im Fokus, nachdem die Bank die Berichtssaison eröffnet hat. Obwohl die Q4-Zahlen besser ausfielen als erwartet, gab die Aktie 4,1 Prozent nach. Im Investmentbanking lief es zuletzt schlechter als gedacht.

JPMorgan Chase (WKN: 850628)

Generell standen neben JPMorgan aber auch weitere Banken wie Goldman Sachs (-1,3 Prozent) sowie die Kreditkartenanbieter wie Visa oder Mastercard mit Verlusten von 4,5 respektive 3,7 Prozent unter Druck. Trump hatte zuletzt eine Obergrenze für Kreditkartenzinsen von zehn Prozent für ein Jahr angedroht. Das sorgt weiter für Verunsicherung.

Mastercard (WKN: A0F602)

Meta schwach, Chipaktien stark

Bergab ging es auch für die Meta-Aktie mit einem Minus von 1,7 Prozent. Der Konzern will jeden zehnten Job in der Sparte Reality Labs streichen, die nach drei Quartalen 2025 gut 13 Milliarden Dollar Verlust gemacht hat – bei lediglich 1,2 Milliarden Dollar Umsatz.

Meta (WKN: A1JWVX)

Deutlich besser lief es bei den Chipaktien Intel und AMD mit Gewinnen von 6,4 respektive 7,3 Prozent. KeyBanc hat für beide Chipaktien das Rating auf „Overweight“ angehoben.

AMD (WKN: 863186)

Boeing legt zu

Auch der Flugzeugbauer Boeing legte 2,0 Prozent zu. Der Konzern lieferte 2025 deutlich mehr Jets aus als im Vorjahr. Zudem lag man bei den Bestellungen klar vor dem größeren Rivalen Airbus.

Boeing (WKN: 850471)

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: AMD.

Behandelte Werte

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Infront S&P 500 - Pkt.
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