Der Precious Metals Index, in dem einige der stärksten Gold- und Silberproduzenten der Welt vereint sind, hat heute ein neues Allzeithoch markiert. Denn die Spannungen im Nahen Osten haben den Goldpreis zum Wochenausklang spürbar gestützt. Marktteilnehmer sorgen sich vor einer möglichen Eskalation zwischen den USA und dem Iran.
Eine Feinunze Gold verteuerte sich am Freitagabend auf 5.256 Dollar. Hintergrund ist die zunehmende Unsicherheit rund um die Atomverhandlungen mit Teheran. Laut Bloomberg verließ die US-Delegation den Gesprächsort unzufrieden mit dem bisherigen Fortschritt. Gleichzeitig berichtete die „New York Times“, dass der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, Mitarbeitern eine Ausreise nahegelegt habe. Zudem zogen die Vereinigten Staaten einen Teil ihres Botschaftspersonals aus Israel ab. Zwar stellte der Iran nach einer weiteren indirekten Gesprächsrunde neue Verhandlungen für die kommende Woche in Aussicht, doch laut „Wall Street Journal“ liegen beide Seiten in zentralen Punkten weiterhin deutlich auseinander.
Zusätzliche Nervosität erzeugt der verstärkte militärische Aufmarsch der USA im Nahen Osten. In einem solchen Umfeld greifen Investoren traditionell zu als sicher geltenden Anlagen wie Gold. Trotz des aktuellen Anstiegs bleibt der Preis unter dem Rekordniveau von Ende Januar, als Gold knapp 5.600 Dollar erreichte. Anfang Februar war die Notierung zwischenzeitlich bis auf rund 4.400 Dollar eingebrochen, bevor sie sich zuletzt im Bereich von 5.000 Dollar stabilisierte.
Auch Silber profitierte von der geopolitischen Lage. Der Preis zog auf 93,40 Dollar je Feinunze an. Zur Erinnerung: Über Jahrzehnte hinweg kostete Silber immer weniger als 50 Dollar. Von dem im Januar aufgestellten Rekordhoch bei 121,65 Dollar ist Silber jedoch weiterhin deutlich entfernt. Insgesamt fielen die Bewegungen bei den Edelmetallen moderat aus – stärker reagierte der Ölpreis mit klareren Aufschlägen.
Gold und Silber präsentieren sich weiterhin in einer historisch starken Verfassung, weshalb die Rahmenbedingungen für die 18 führenden Gold- und Silberproduzenten im Precious Metals Index sehr gut bleiben. Ganz Mutige können auf gehebelte Produkte setzen. Wer es konservativer mag, legt sich das Indexzertifikat mit der WKN MA2JGH in das Depot.
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Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 21:21