Gestern Abend gab es wieder einmal Erleichterung an den Börsen: Denn Donald Trump hat sich nach den am Wochenende gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran erneut zu Wort gemeldet. Demnach will die Regierung in Teheran wieder verhandeln. Er erklärte: "Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden."
Laut Trump will die Gegenseite "einen Deal machen" – und zwar unbedingt. Bislang hat es aus Teheran keine offizielle Stellungnahme zu den jüngsten Entwicklungen gegeben.
Nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump spielte in den Gesprächen am Wochenende vor allem die Forderung eine zentrale Rolle, dass der Iran unter keinen Umständen in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe. Laut Trump habe die iranische Seite diesem Punkt bislang nicht zugestimmt, er gehe jedoch davon aus, dass sich dies noch ändern werde. „Ich bin mir nahezu sicher – eigentlich bin ich mir sicher“, erklärte er. „Ohne Zustimmung wird es keine Einigung geben.“ Zudem stellte Trump klar, dass Washington entschlossen sei, dem Iran den Zugriff auf hochangereichertes Uran zu entziehen, das tief unterirdisch gelagert werde. Entweder werde Teheran diese Bestände freiwillig übergeben, oder die USA würden sie sich anderweitig sichern.
Die direkten Gespräche zwischen beiden Ländern endeten am frühen Sonntag ohne Ergebnis. Gleichzeitig verdichten sich Hinweise darauf, dass es dennoch zu einer Fortsetzung des Dialogs kommen könnte. In Pakistan, wo die Verhandlungen stattfanden, wird bereits über neue Gesprächsrunden spekuliert. „Die Diplomatie lebt noch“, zitierte die Deutsche Presse-Agentur einen Regierungsvertreter. Konkrete Angaben zu Ort und Zeitpunkt möglicher weiterer Treffen gebe es jedoch bislang nicht.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian sieht die Verantwortung für das Scheitern der Gespräche klar bei den Vereinigten Staaten. In einem Telefonat mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warf er der US-Seite laut dem staatlichen Sender PressTV überzogene Forderungen sowie fehlenden politischen Willen auf höchster Ebene vor. Diese Faktoren hätten letztlich eine Einigung verhindert.
Die US-Indizes konnten daraufhin wieder zulegen, hingegen rutschten die Ölpreise wieder unter die Marke von 100 Dollar. Doch mit aktuell 97 bis 98 Dollar notieren sie weiterhin auf enorm hohen Niveaus, die es für effizient arbeitende Energiekonzerne wie etwa Eni sehr einfach machen, Tag für Tag satte Gewinne einzufahren. Die immer noch relativ günstig bewertete Dividendenperle bleibt weiterhin attraktiv. Der Stoppkurs bei der AKTIONÄR-Altempfehlung sollte bei 16,50 Euro belassen werden.
Heute, 06:46