Die US-Banken setzen den Auftakt der Berichtssaison nahtlos fort. Nach Goldman Sachs hat am Dienstag auch JPMorgan Chase Quartalszahlen vorgelegt — und die konnten sich sehen lassen. Umsatz und Gewinn lagen jeweils über den Erwartungen. Damit untermauert die größte US-Bank ihre starke operative Verfassung. Doch reicht das, um die Anleger zu überzeugen?
JPMorgan erzielte im ersten Quartal einen Gewinn je Aktie von 5,94 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 5,45 Dollar deutlich. Auch beim Umsatz wusste der Konzern zu überzeugen: Mit 50,5 Milliarden Dollar lag die Bank über dem Konsens von 49,2 Milliarden Dollar.
Damit bestätigt JPMorgan den positiven Trend, der sich bereits bei Goldman Sachs abgezeichnet hatte. Die US-Großbanken profitierten im ersten Quartal von robusten Kapitalmarktgeschäften, einer stabilen Kreditqualität und ordentlichen Erträgen im Tagesgeschäft. Gerade das Investmentbanking und der Handel lieferten zuletzt wieder spürbaren Rückenwind.
Gleichzeitig bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Themen wie die Risiken im Private-Credit-Markt, geopolitische Spannungen im Nahen Osten und mögliche Belastungen für die Konjunktur sorgen weiter für Unsicherheit. Umso wichtiger ist es, dass JPMorgan auch in diesem Umfeld mit starken Zahlen überzeugt. Anleger dürften zudem genau darauf achten, wie Vorstandschef Jamie Dimon die Entwicklung bei Kreditausfällen, im Kreditzyklus und bei den geopolitischen Risiken einschätzt.
Fest steht: JPMorgan liefert zum Start der Berichtssaison einmal mehr ein Ausrufezeichen. Die großen US-Banken sind bislang besser unterwegs als viele erwartet hatten – daran ändern auch kurzzeitig negative Erstreaktionen auf die Zahlen nichts.
Die Zahlen von JPMorgan sind gut und bestätigen die positive Einschätzung zur Aktie. Der US-Bankenriese bleibt eine laufende Empfehlung. Anleger bleiben investiert.
Heute, 12:46