03.07.2014 Stefan Sommer

DAX wird von Spekulationen auf positive Daten unterstützt: Volkswagen, Gazprom, Deutsche Bank, Cancom, Manz, Deutsche Telekom im Fokus

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Deutsche Bank
Trendthema

Spekulationen auf gute Daten aus den USA haben den DAX im Verlauf am Donnerstag angeschoben. "Die Flüsterschätzungen für den Beschäftigungsaufbau in den USA im Juni liegt bereits deutlich über den Durchschnittsprognosen der Volkswirte - es spricht vieles dafür, dass der offizielle US-Arbeitsmarktbericht positiv überrascht und das wird am Markt ein bisschen gespielt", sagte Aktienexperte Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel. Der ADP-Index am Vortag als gutes Abbild der Beschäftigungsentwicklung habe bereits eine positive Marschrichtung vorgegeben. Zuletzt stand beim DAX ein Plus von 0,31 Prozent auf 9.942 Punkte zu Buche.

VW-Aktie: Offerte für den US-Brummi-Hersteller Paccar?

Volkswagen bereitet offenbar eine Übernahme des US-Lkw-Bauers Paccar vor. Paccar ist einer der größten Brummi-Hersteller in den USA, der Hauptsitz befindet sich nahe Seattle in Bellvue im US-Bundesstaat Washington. Zuletzt fuhr Paccar einen Jahresumsatz von knapp 17 Milliarden Dollar ein.

Gazprom: Insider packen aus

Er wurde bislang fast wie ein Staatsgeheimnis behandelt: Der Gaspreis, den China und Russland nach jahrelangen Verhandlungen vereinbart haben. Nun berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass zwei russische Regierungsmitglieder den genauen Preis verraten haben. Und dieser liegt sogar etwas über den Markterwartungen.

Deutsche Bank: Das nächste Problem

Die Deutsche Bank ist wegen des Verstoßes gegen US-Finanzsanktionen ins Visier der US-Justiz geraten. Deutschlands Marktführer steht nach Medienberichten im Verdacht, Geschäfte mit Ländern wie dem Iran, Syrien und dem Sudan abgewickelt zu haben. Droht der Deutschen Bank nun auch eine Milliardenstrafe wie BNP Paribas?

Cancom-Aktie: Im Visier von US-Investoren?

Nach dem Rücksetzer bis knapp unter die Marke von 37 Euro hat die Cancom-Aktie den nächsten Angriff auf die psychologisch wichtige Marke von 40 Euro gestartet. Gut möglich, dass das Papier Rückenwind aus den USA erhält. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der US-Investor Denver Investment Advisors einen Anteil von 3,06 Prozent an Cancom aufgebaut hat. Es ist kein Geheimnis, dass großes Interesse von US-Investoren an Cancom besteht. Cancom ist mittlerweile gut im lukrativen Cloud-Geschäft positioniert, ein Thema, das bei US-Fonds gut ankommt. Gut möglich also, dass Cancom-Chef Klaus Weinmann bald einen starken Ankeraktionär aus den USA präsentiert. Derzeit ist die Allianz mit rund 7,8 Prozent größter Einzelaktionär.

Manz-Aktie: Jetzt zuschlagen?

Die Aktie des High-Tech-Maschinenbauers Manz ist nach dem Höhenflug in eine Konsolidierungsphase übergegangen. Diese Kursberuhigung scheint eine gute Nachkaufgelegenheit. Denn die Wachstumsperspektiven sind weiterhin beeindruckend. Zuletzt hatte ein Smartphone-Durchbruch für Furore gesorgt. DER AKTIONÄR hatte berichtet: Offenbar handelt es sich trotz des großen Volumens erst um Maschinen für eine Art Testproduktion und zur Entwicklung. Die Serienproduktion steht demnach erst 2015 an. Die Konsequenz: Sehr viele Folgeaufträge sind möglich.

Deutsche Telekom: „Sell“ trotz Salesforce-News

Die Deutsche Telekom hat mit dem amerikanischen Cloud-Anbieter Salesforce.com eine strategische Vertriebspartnerschaft beschlossen. Die Telekom-Tochter T-Systems werde als bevorzugter Partner künftig die Kundenverwaltungsplattform von Salesforce in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreiben, teilten die Unternehmen am Donnerstag in München mit. Für die Telekom sei die Partnerschaft ein wichtiger Baustein, um das Geschäft mit Cloud-Diensten zu erweitern, hieß es.

Aufgepasst! Musterdepotwert vor massivem Kaufsignal

Die Biotest-Vorzüge zählten im ersten Halbjahr 2014 zu den großen Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Mit einem Plus von rund einem Viertel landete die Aktie in den Top-10. In Kürze könnte der nächste Schub anstehen, wenn zum ersten Mal in der Geschichte dreistellige Kurse auf der Kurstafel in Frankfurt aufleuchten. DER AKTIONÄR ist mit einem Hebelprodukt an Bord.

(Mit Material von dpa-AFX)