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13.06.2014 Stefan Sommer

DAX mit leichtem Minus erwartet – Unruhen im Irak belasten: Facebook, Intel, BMW, Deutsche Lufthansa, Deutsche Bank im Fokus

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Deutsche Bank
Trendthema

Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Freitag zum Auftakt wegen den Unruhen im Irak etwas leichter in den Handel starten. Der Broker IG taxierte den DAX am Morgen um 0,13 Prozent tiefer auf 9.926 Punkte. Die Unruhen im Irak hatten bereits die Wall Street am Vorabend belastet und trieben die Ölpreise auch zum Wochenschluss weiter an. "Freitage gehören gerade an der Börse oft zu den eher ruhigen Tagen, der heutige dürfte eine Ausnahme darstellen", kommentierte Marktanalyst Ric Spooner von CMC Markets mit Blick auf die geopolitischen Risiken im Irak. Der Markt sei von dem Tempo überrascht worden, mit dem sich de Konflikt ausbreitet und verstärkt. Die Vorgaben geben keine klare Richtung vor: Der Future auf US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor seit Xetra-Schluss am Vortag 0,24 Prozent. Die asiatischen Börsen entwickelten sich dagegen überwiegend freundlich.

Facebook: Ein Weltmeister steht schon fest

Um 22 Uhr hat das Warten ein Ende. Dann wird Schiedsrichter Yuichi Nishimura aus Japan das Eröffnungsspiel der 20. Fußball-Weltmeisterschaft anpfeifen. Einen Weltmeister gibt es schon, der heute Abend noch gar keine Rolle spielt. Er spielt eine große Rolle – auf Facebook.

Intel überrascht Anleger: Aktie mit Aufholjagd

Bei dem vom Boom der Smartphones und Tablets kalt erwischten Chip-Hersteller Intel ziehen die Geschäfte an. Wegen einer unerwartet hohen Nachfrage von Firmenkunden nach klassischen PC erhöhte der Konzern aus dem kalifornischen Santa Clara am Donnerstag seine Prognose. Nachbörslich waren die Aktien gefragt. Der Aktienkurs zog kräftig um mehr als 1,5 Prozent auf 27,96 Dollar an.

BMW-Aktie bald dreistellig?

Trotz der guten Zahlen von BMW für den Monat Mai hat die Schweizer Bank Credit Suisse die Einstufung für BMW auf "Underperform" belassen. Das Kursziel wurde dennoch leicht nach oben revidiert, von 80 auf 85 Euro. Der Grund für die negative Haltung seien rückläufige operative Margen im Autogeschäft und der Bewertungsaufschlag der Aktie zum Sektor. 90 Euro als Ziel sieht dagegen Analyst Jose Asumendi von JP Morgan. Die Fortschritte bei den Autobauern Daimler, Volkswagen und BMW seien ermutigend, so der Experte. Die deutschen Premium-Hersteller berichteten über ein anhaltend starkes Absatzwachstum in China. Eine Schippe drauf legt Analyst Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe. Sein Kursziel für den Autobauer lautet 100 Euro. Besonders lobt Ludwig das starke Wachstum für BMW in China hervor.

Deutsche Lufthansa: Aktie im Tiefflug – Commerzbank, Deutsche Bank und Credit Suisse senken Kursziel

Nach der Gewinnwarnung am Mittwoch und dem Kurssturz um über 14 Prozent kann die Deutsche Lufthansa ihren Sturzflug nicht bremsen. Etliche Analysten überarbeiteten nach der Meldung ihre Einschätzungen zu der Aktie der Airline.

Deutsche Bank: Neuer größter Aktionär

Die Deutsche Bank hat nun offiziell einen neuen Großaktionär: Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschaber al-Thani aus Katar sicherte sich wie angekündigt einen Anteil von 5,83 Prozent am größten deutschen Geldhaus. Schaffte die Deutsche Bank mit Hilfe der Petrodollars die Wende?

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

Autoren: McNamee, Roger
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 21.11.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-662-2