18.12.2013 Marion Schlegel

DAX legt zu: Commerzbank, Deutsche Bank, Dialog, E.on, Nordex, Pironet NDH, RWE, Tesla, TUI und Unicredit im Fokus

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Deutsche Bank
Trendthema

Der DAX hat am Mittwoch nach gemischt ausgefallenen Daten des Ifo-Instituts ein neues Tageshoch erreicht. Das Geschäftsklima hat die Marktprognose dank überraschend positiver Erwartungen genau getroffen, die Beurteilung der aktuellen Lage habe sich aber unerwartet verschlechtert. Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black stellt auf die klar positive Überraschung bei den Erwartungen ab. Sie zeige, dass die deutsche Wirtschaft einen Gang hoch schaltet. Der DAX notiert gegen Mittag mit 0,9 Prozent im Plus bei 9.165,20 Punkten.

Warten auf die Fed-Entscheidung

"Vor der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank am Abend herrscht keine Panik mehr", sagt Marktanalyst Chris Weston von IG. Die Frage sei, wann die Währungshüter damit beginnen, ihre monatlichen Anleihenkäufe zu drosseln. Experten gehen zwar davon aus, dass die Fed ihr milliardenschweres Anleihekaufprogramm unverändert beibehalten wird. Die Beobachter sind sich aber alles andere als sicher. Zuletzt haben zudem die Erwartungen am Markt zugenommen, die Fed könnte die Wertpapierkäufe doch leicht reduzieren.

Pironet NDH: Cancom erhöht Übernahmeangebot

Cancom legt nach. Der TecDAX-Konzern hat das Übernahmeangebot für die Aktie der Pironet NDH von bisher 4,50 auf 4,80 Euro erhöht. Die Aktie zieht entsprechend nach.

Deutsche Bank: Analysten sind optimistisch - Aktie fällt trotzdem

Die Deutsche-Bank-Aktie ist drauf und dran, unter die Marke von 33 Euro zu fallen. Dem Titel fehlen einfach die positiven Impulse. Im Gegensatz zur Commerzbank-Aktie. Die Analysten sehen allerdings Nachholpotenzial bei der Deutschen Bank.

Nordex-Aktie startet neuen Erholungsversuch

Die Abwärtswelle bei Nordex reichte doch weiter als erwartet. Mit der Kapitalerhöhung sowie der Aussicht auf eine Senkung der Förderung von Windenergieanlagen im kommenden Jahr, tauchte das Papier von Nordex sogar unter die Marke von neun Euro ab. Auf diesem Niveau traf die Aktie endlich auf eine ausgiebige Unterstützung.

Unicredit: Ein Zeichen der Stärke

Die Unicredit hat einen Kredit der EZB fünf Milliarden Euro aus dem LTRO-Programm zurückgezahlt. Die italienische Großbank ist offenbar nicht mehr so stark auf das billige Geld der Zentralbank angewiesen.

Tesla Model S oder BMW i3: Welcher Elektroflitzer macht das Rennen?

Erstmals stehen sogar zwei Elektroflitzer auf der Vorschlagsliste der Experten für die Wahl zum "Car of the Year 2014“. Um die Krone konkurrieren die beiden Modelle zum Beispiel mit der Mercedes S-Klasse, dem Citroën C4 Picasso oder dem Peugeot 308. Insgesamt gehören sieben Autos zu den "Finalisten". Anfang März wird dann der Sieger gekürt, der sich mit dem Titel "Autos des Jahres“ schmücken darf.

Commerzbank: Analyst hebt Kursziel

Die Commerzbank-Aktie bleibt die heißeste Spekulation im DAX. Seit Juli hat der Titel 90 Prozent zugelegt. Independent Research sieht das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Dialog: Kurssprung nach Prognoseerhöhung

Der Halbleiterhersteller hatte am Dienstag kurz vor Xetra-Schluss die Umsatzprognose angehoben. Aufgrund der stärker als erwartet ausgefallenen Nachfrage im Segment Mobile Systems erwarte das TecDAX-Unternehmen im vierten Quartal nun einen bereinigten Umsatz von mindestens 310 Millionen US-Dollar. Bislang hatte Dialog nur 270 bis 295 Millionen Dollar für möglich gehalten.

E.on: Neuer Schwung?

Es ist geschafft. Der vor wenigen Tagen angekündigte Verkauf der Regionaltochter E.on Mitte ist heute unter Dach und Fach gebracht worden. Den 73-prozentigen Anteil des DAX-Konzerns an dem Regionalversorger übernimmt ein Konsortium aus mehreren kommunalen Anteilseignern.

RWE: DEA-Verkauf gestaltet sich schwierig

RWE ist vorbörslich schwächster DAX-Wert. Händler verwiesen auf einen Medienbericht über wohl enttäuschende Gebote für die Sparte Dea. Laut Wall Street Journal dürften die Angebote für die zum Verkauf stehende Öl- und Gastochter klar unter den zunächst angestrebten fünf Milliarden Euro liegen. Sie werden bis Mitte Januar erwartet. Einem Börsianer zufolge dürfte das die aktuell abwärts tendierenden Aktien weiter belasten.

TUI: Überraschung!

Für seine Aktionäre hat der Touristikkonzern TUI ein vorweihnachtliches Geschenk auf Lager. Das Unternehmen meldet heute einen Nettogewinn für das abgelaufene Geschäftsjahr. Analysten hatten mit einem Verlust gerechnet.

(mit Material von dpa-AFX)