03.02.2014 Stefan Sommer

DAX dreht ins Minus: Nordex, SAP,VW, BASF, Dürr, Deutsche Lufthansa, Deutsche Bank, Commerzbank, Infineon im Fokus

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Deutsche Bank
Trendthema

Der deutsche Aktienmarkt seine Auftaktgewinne zum Wochenstart nicht verteidigen können und ist schnell ins Minus gedreht. Zuletzt gab der DAX 0,21 Prozent ab auf 9287,40 Punkte. Die übrigen Indizes boten ein ähnliches Bild: Der MDAX folgte dem Beispiel und stand nach einem ebenfalls festeren Auftakt nun 0,17 Prozent tiefer bei 16 177,97 Punkten. Der TecDAX rutschte um 0,11 Prozent ins Minus auf 1219,77 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es nach einem ebenfalls freundlichen Start um 0,55 Prozent abwärts.

Laut Marktstratege Chris Weston von IG fehlt es den Börsen aktuell an richtungweisenden Nachrichten. Marktakteure könnten bereits damit beginnen, sich für die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank EZB am Donnerstag und den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag zu positionieren, hieß es. Ein anderer Börsianer glaubt, dass eine Aktion der EZB Währungshüter wahrscheinlicher geworden ist, da die Inflationsdaten in der Eurozone zu niedrig seien.

Nordex ist gut im Geschäft – Aktie hat wieder Potenzial

Nordex ist gut im Geschäft. Im Jahr 2013 hat der Hersteller von Windturbinen seinen Absatz um rund 165 Prozent gesteigert. Mit einer Jahresleistung von 251 Megawatt (MW) konnten die Norddeutschen ihren Marktanteil in Deutschland auf 8,4 Prozent verdoppeln.

SAP-Aktie: Fast 20 Prozent Kurspotenzial

Die Experten der Schweizer Großbank UBS bestätigten die Kaufempfehlung für SAP. Den fairen Wert für die Aktie von Europas größtem Softwarekonzern beziffern sie mit 67 Euro. Auf dem aktuellen Kursniveau entspricht dies einem Gewinnpotenzial von fast 20 Prozent.

VW-Aktie: Klage gegen Porsche belastet

Im Streit um die Übernahmeschlacht von Porsche und Volkswagen vor sechs Jahren hat eine Hedgefonds-Gruppe ihre Klage auf Ferdinand Piëch und Wolfgang Porsche ausgeweitet. Der Hedgefonds Elliott Associates des US-Investors Paul Singer fordere nun auch von den beiden
Porsche-Aufsichtsratsmitgliedern persönlich Schadensersatz in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, berichtet das Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel'. Sie hätten die später geplatzte Übernahme von VW durch Porsche heimlich vorbereitet und die übrigen Aktionäre dabei getäuscht.

BASF-Aktie: Analysten uneinig

Zweigeteilte Meinung herrscht bei den Analysten für die BASF-Aktie. Das Analysehaus S&P Capital IQ hat die Verkaufsempfehlung für den Chemiekonzern mit einem Kursziel von 67 Euro belassen. Der volatile Ölpreis sowie die Unsicherheit über das Wachstumstempo der chinesischen Wirtschaft dürften die Preis- und Margenperspektiven der europäischen Chemiekonzerne verdüstern, schrieb Analyst Jacob Thrane in seiner Studie vom Freitag. In der gegenwärtigen Branchenbewertung seinen alle positiven Einflussfaktoren bereits eingepreist.

Dürr-Aktie: Topbildung?

Die Schwäche des Gesamtmarktes geht auch an der Aktie von Dürr nicht vorbei. Die Konsolidierung reichte zuletzt bis auf die untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals. Der im Anschluss folgende Anstieg wurde von den Anlegern allerdings sofort wieder abverkauft.

Deutsche Lufthansa: Investoren machen Druck

Die Forderungen für eine rasche Besetzung des Chefposten bei der Deutschen Lufthansa werden lauter. Druck kommt von der Investorenseite. Die Fondsgesellschaft DWS drängt auf eine rasche Entscheidung über die Nachfolge für den scheidenden Lufthansa-Chef Christoph Franz.

Deutsche Bank: „Bewertung sehr attraktiv“

Das DAF Deutsches Anleger Fernsehen hat die Situation der Deutschen Bank noch einmal näher beleuchtet. Dabei sprach man mit dem Bankanalaysten Dr. Philipp Häßler vom Analysehaus Equinet. Er zeigt sich für die Anteilscheine der größten Privatbank Deutschlands weiterhin zuversichtlich gestimmt.

Commerzbank: Großes Problem weniger – Aktie an der Spitze

Deutschlands zweitgrößte Bank steht am Montag wegen eines Presseberichts im Fokus der Anleger. Im frühen Handel verzeichnete der Titel die höchsten Kursgewinne im DAX. In der kommenden Woche wird es besonders spannend: Dann öffnet die Commerzbank ihre Bücher.

Boombranche Telemedizin

Derzeit taucht am Horizont ein spannender Nischenmarkt auf, der sich zu einem neuen Megatrend verfestigen sollte. Dabei handelt es sich um die neue Boombranche Telemedizin. Ifa Systems (WKN: 783 078) dürfte nach Ansicht des AKTIONÄR von dieser Zukunftsbranche klar profitieren.

Infineon: Die Spannung steigt!

Die Experten der US-Bank Citigroup haben nach den positiven Quartalszahlen des Halbleiterherstellers Infineon die Kaufempfehlung bestätigt. Das Kursziel schraubte Analyst Amit Harchandani von 7,90 auf 8,70 Euro nach oben. Auf dem aktuellen Kursniveau würde dies einem Gewinnpotenzial von fast 15 Prozent entsprechen.