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09.06.2021 Fabian Strebin

Commerzbank: Überschuss in Höhe von zwei Quartalen? Dreistelliger Millionen-Buchgewinn voraus

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Commerzbank

Die Commerzbank hat mit den Zahlen zum ersten Quartal einen fulminanten Start hingelegt. Analysten hatten im Schnitt einen Verlust erwartet, doch das Management um CEO Manfred Knof präsentierte 133 Millionen Euro Überschuss. Die Zeichen stehen gut, dass das laufende Jahr besser als befürchtet ausfällt. Denn die Insolvenzen und somit faule Kredite bleiben weiter gering. Außerdem erntet die Bank nun die Früchte einer gewagten Entscheidung von vor sieben Jahren.

Bei der Digitalisierung im eigenen Haus muss die Commerzbank noch ordentlich Gas geben, um ihre selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Das war auch 2014 nicht anders. Der damalige CEO Martin Blessing wollte anscheinend trotzdem von den Vorteilen der neuen Technologien profitieren und gründete Commerz Ventures und Main Incubator. Die beiden Wagniskapitalfirmen investieren in Start-ups aus der Fintech-Szene.

Etliche Wetten am Laufen

Main Incubator steckt dabei Geld in Firmen, die noch sehr am Anfang ihrer Entwicklung stehen, deren Technologie aber für die Commerzbank selbst interessant ist. Derzeit ist man an 13 Unternehmen beteiligt. Commerz Ventures setzt dagegen stärker auf Rendite bei den Fintech-Start-ups, aktuell bei 16 Beteiligungen. Somit ist die Commerzbank bei vielversprechenden Jungfirmen engagiert und profitiert von deren Wertsteigerung und Know-how.

Wahrer Geldregen

Wie berichtet geht mit Marqeta nun eine Beteiligung in den USA an die Börse. Mit 8,4 Milliarden Dollar ist die Commerzbank deutlich weniger wert als das Fintech, dessen Bewertung auf zwölf Milliarden Dollar taxiert wird. Allerdings dürfte das Finanzinstitut aufgrund seines Anteils einen Buchgewinn im dreistelligen Millionenbereich einstreichen können. Davon gehen Analysten aus. Es könnte um die Größenordnung eines Gewinns in Höhe von zwei Quartalen gehen. Der tatsächliche Umfang der Beteiligung an Marqeta ist nicht bekannt

Noch mehr in der Pipeline

Die Commerzbank könnte dadurch ihre Kapitalposition stärken. Es ist richtig, dass man neben dem Kerngeschäft auch in aussichtsreiche Zukunftsbereiche über Wagniskapitalfirmen investiert. Die Analysten der Deutschen Bank schreiben in einer Studie: Der Börsengang von Marqeta werfe jedenfalls "ein Licht auf Commerz Ventures", die noch an weiteren "attraktiven" Firmen beteiligt seien. Dank der Ventures-Tochter könne sich das Geldhaus womöglich höhere Gewinnziele setzen, wenngleich sich diese Sondereffekte freilich nicht beliebig wiederholen ließen.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Die Commerzbank überraschte zuletzt mehrfach positiv, als Viele den Konzern schon abgeschrieben hatten. Im dritten Quartal ist eine Prognoseerhöhung denkbar, denn wirtschaftlich läuft es in Deutschland besser als gedacht. Der Umbau kommt zudem zügig voran. Der Kurs hängt hingegen derzeit am Widerstand bei 7,86 Euro, weshalb Neueinsteiger den Bruch der Hürde abwarten. Alle anderen bleiben dabei.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Commerzbank befinden sich im Aktionär-Depot von DER AKTIONÄR

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