Goldman Sachs hat eine bullishe Prognose zu den Wachstumsaussichten von SpaceX ausgegeben. Demnach erwartet die US-Investmentbank, dass sich der Erlös von Musks Weltraumunternehmen bis 2030 vervielfachen wird. Aus diesem Grund sollten Anleger trotz des großen Potenzials der Raumfahrtbranche gegenüber der Goldman-Sachs-Prognose eine gesunde Skepsis bewahren.
• Der Börsengang von SpaceX am 12. Juni rückt immer näher
• Goldman Sachs hat eine ambitionierte Wachstumsprognose für SpaceX ausgegeben
• Der KI-Umsatz von SpaceX könnte sich bis 2030 ver-100-fachen
Wie DER AKTIONÄR berichtete, hatte sich zuletzt die Rating-Agentur Morningstar kritisch zur Bewertung von SpaceX geäußert. „Wir sind der Meinung, dass das Unternehmen deutlich überbewertet wurde und Anleger nach dem Börsengang Gelegenheiten haben werden, die Aktie zu attraktiveren Kursen zu kaufen“, sagte Morningstar-Analyst Nicolas Owens. Morningstar beziffert den fairen Wert von SpaceX auf lediglich 780 Milliarden Dollar. Damit liegt ihre Schätzung um rund eine Billion Dollar unter der angestrebten Bewertung von 1,75 Billionen Dollar.
Goldman Sachs hält nun dagegen und sieht den Umsatz, den SpaceX mit KI erzielt, bis 2030 um den Faktor 100 klettern. Diese Zahlen stammen aus einer Prognose, die die Investmentbank einem potenziellen Investor vorgelegt haben soll, wie die Financial Times berichtet. Der Umsatz der KI-Sparte soll demnach von geschätzten 15,6 Milliarden Dollar, was bereits 388 Prozent über dem Vorjahreswert von 3,2 Milliarden Dollar liegen würde, auf 34,5 Milliarden Dollar im kommenden Jahr steigen. Für 2030 stellt Goldman Sachs zudem einem KI-Umsatz von 322 Milliarden Dollar und damit mehr als dem Hundertfachen des 2025 erzielten Segmentumsatzes in Aussicht.
Der Gesamtumsatz von SpaceX im Jahr 2030 soll sich dabei auf 474 Milliarden Dollar belaufen. Verglichen mit den 18,7 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr wäre dies ebenfalls ein astronomischer Zuwachs. Sollte es so kommen, wäre SpaceX gemessen an der im Rahmen des IPOs angestrebten Bewertung von 1,75 Billionen Dollar plötzlich gar nicht mehr so teuer. Bei der Annahme, dass SpaceX im Jahr 2030 tatsächlich 474 Milliarden Dollar erlöst, würde das für 2030 prognostizierte Kurs-Umsatz-Verhältnis nur 3,7 betragen.
Klingt fast schon billig, doch die Sache hat einen Haken: Goldman Sachs ist beim IPO von das führende Finanzinstitut, verdient also ordentlich an dem Börsengang mit und hat deshalb ein natürliches Interesse daran, das Unternehmen möglichst attraktiv darzustellen. Optimistische Wachstumsprognosen gehören dabei zum Standardrepertoire – ob sie sich am Ende erfüllen, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Mehr dazu, wie Goldman Sachs vom neuen IPO-Boom profitiert, lesen Sie in Ausgabe 23/26.
Der für den 12. Juni erwartete SpaceX-Börsengang rückt mit großen Schritten näher. Im Vorfeld prallen extreme Zukunftsvisionen und deutliche Warnungen aufeinander: Während Optimisten auf Starlink, Raumfahrt und KI als milliardenschwere Wachstumstreiber setzen, verweisen Kritiker auf die ambitionierte Bewertung und die hohen Erwartungen, die bereits eingepreist sein könnten. Anleger sollten Schlagzeilen kritisch hinterfragen und sich nicht vom Hype leiten lassen. DER AKTIONÄR ordnet die wichtigsten Entwicklungen ein. Mehr Infos zum SpaceX-IPO finden Sie in den Artikeln in der Artikelbox unten.
Welche Aktien im Vorfeld des SpaceX-IPOs bereits profitieren, erfahren Sie derweil den Aktienreports „Weltraum-Geheimtipp vor dem Abflug“, „Galaktisches Potenzial“ und „Die Space-Pioniere“.
Außerdem können Anleger über den Weltraum Index des AKTIONÄR breit diversifiziert und langfristig ausgerichtet in den neuen Wachstumsmarkt investieren. Alle Informationen zum Index sowie Investitionsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Risikoprofilen finden Sie hier.
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