SpaceX hat am Mittwoch offiziell die Unterlagen für den wohl spektakulärsten Börsengang aller Zeiten eingereicht. Der Raumfahrtkonzern von Elon Musk könnte laut Insidern mit bis zu 1,75 Billionen Dollar bewertet werden – und damit selbst den legendären Saudi-Aramco-Börsengang aus dem Jahr 2019 in den Schatten stellen. Doch der Börsenprospekt zeigt auch: SpaceX schreibt tiefrote Zahlen.
• SpaceX könnte beim IPO eine Bewertung von bis zu 1,75 Billionen Dollar erzielen.
• SpaceX verbrennt weiter Milliarden. 2025 lag der Verlust bei rund fünf Milliarden Dollar.
• Starlink ist die Umsatzmaschine des Unternehmens: Das Satellitengeschäft steuerte 2025 bereits rund 80 Prozent des Erlöses bei.
Allein 2025 verbrannte SpaceX rund fünf Milliarden Dollar. Dem standen Umsätze von 18,67 Milliarden Dollar gegenüber. Noch alarmierender: Im ersten Quartal 2026 lag der Verlust bereits bei 4,3 Milliarden Dollar – fast so hoch wie im gesamten Vorjahr. Anleger kaufen hier also keine Cashflow-Maschine, sondern eine Wette auf die Zukunft der Raumfahrt, Satellitenkommunikation und der Künstlichen Intelligenz.
Größter Börsengang aller Zeiten
Trotzdem dürfte die Nachfrage gigantisch werden. Denn mit einem möglichen Emissionsvolumen von bis zu 80 Milliarden Dollar würde SpaceX den größten Börsengang der Geschichte auf die Beine stellen. Zum Vergleich: Alibaba sammelte 2014 rund 22 Milliarden Dollar ein, Visa 17,8 Milliarden Dollar und Meta 16 Milliarden Dollar.
Der Grund für die Euphorie heißt vor allem: Starlink. Das Satelliteninternet-Geschäft entwickelt sich zur Gelddruckmaschine des Musk-Imperiums. 2025 setzte Starlink bereits 11,4 Milliarden Dollar um und steuerte damit rund 80 Prozent zum Konzernumsatz bei. Das klassische Raketengeschäft rund um Falcon bleibt dagegen trotz Milliardenumsätzen defizitär.
Die Fantasie geht jedoch weit darüber hinaus. SpaceX betreibt mittlerweile rund 10.000 Satelliten im Erdorbit und dürfte 2026 weltweit etwa 25 Millionen Kunden mit Internet versorgen. Die neueste Starlink-Generation kann Mobilfunk direkt auf Smartphones übertragen. Branchenexperten sehen darin einen potenziellen Angriff auf den globalen Telekommunikationsmarkt.
Hinzu kommt Musks KI-Offensive. Die xAI-Sparte, zu der auch der Chatbot Grok und die Plattform X gehören, verbrannte zuletzt Milliarden für neue Rechenzentren. Mehr als die Hälfte der gesamten Investitionen von 20,7 Milliarden Dollar floss allein in diesen Bereich. Musk träumt bereits offen von gigantischen KI-Rechenzentren im All, betrieben mit Sonnenenergie. Übrigens: Auch Nvidia will in den Orbit vordringen.
Auch wenn SpaceX noch Milliardenverluste schreibt, wird der Börsengang in die Geschichtsbücher eingehen. Das IPO lenkt das Anlegerinteresse bereits im Vorfeld auf den Raumfahrtsektor. Neben dem Weltraum Index, mit dem Anleger breit gestreut in aussichtsreiche Luft- und Raumfahrtunternehmen investieren können, hat DER AKTIONÄR in den Aktienreports „Galaktisches Potenzial“, „Weltraum-Geheimtipp vor dem Abflug“ und „Die Space-Pioniere“ echte Geheimtipps vorgestellt.
FAQs zu SpaceX
Was ist SpaceX?
SpaceX ist ein US-Raumfahrtunternehmen von Elon Musk. Das Unternehmen entwickelt Raketen, Raumfahrzeuge und Satellitentechnologie.
Womit verdient SpaceX Geld?
Das Unternehmen erzielt Einnahmen unter anderem durch Raketenstarts, Satellitentransporte, NASA-Aufträge und das Satelliteninternet Starlink.
Was ist das Starship?
Starship ist die neue Schwerlastrakete von SpaceX. Sie soll künftig Menschen und Fracht zum Mond und später auch zum Mars transportieren.
Heute, 09:55