Elon Musk schaltet bei seiner KI-Offensive gleich zwei Gänge höher. Nachdem er SpaceX und xAI zu einem 1,25 Billionen Dollar schweren Giganten verschmolzen hat, folgt nun der nächste Paukenschlag: SpaceXAI greift nach dem Coding-Startup Cursor. Der Deal hat ein Volumen, das selbst im Silicon Valley für Staunen sorgt.
Wie das Unternehmen über die Plattform X mitteilte, hat sich SpaceX das Recht gesichert, das KI-Startup Cursor noch in diesem Jahr für astronomische 60 Milliarden Dollar komplett zu übernehmen. Alternativ könne man zehn Milliarden Dollar für die bisherige „gemeinsame Arbeit“ zahlen.
Das Ziel der Kooperation ist klar definiert: SpaceXAI und Cursor arbeiten ab sofort eng zusammen, um die weltweit führende KI für Programmierung und Wissensarbeit zu erschaffen. Cursor-CEO Michael Truell zeigte sich euphorisch: „Ein bedeutender Schritt auf unserem Weg, den besten Ort für das Programmieren mit KI zu bauen.“
Hinter der Fassade geht es jedoch um viel mehr als nur Software-Tools. Für Musk ist Cursor das fehlende Puzzleteil, um im Wettrüsten gegen OpenAI (Codex) und Anthropic (Claude) die Oberhand zu gewinnen. Besonders pikant: Der Deal wurde kurz vor Beginn des brisanten Gerichtsprozesses Musk vs. Altman bekannt. OpenAI war selbst ein früher Investor bei Cursor – Musk wildert nun also direkt im Vorgarten seines Erzrivalen Sam Altman.
Extreme Bewertung
Die Zahlen, die im Raum stehen, sind schwindelerregend. Erst am Wochenende wurde bekannt, dass Cursor in Verhandlungen über eine Finanzierungsrunde in Höhe von zwei Milliarden Dollar steht – bei einer Bewertung von über 50 Milliarden Dollar. Mit an Bord: Hochkarätige Namen wie Andreessen Horowitz, Thrive Capital und der KI-Schaufelverkäufer Nummer eins, Nvidia.
Dass Musk bereit ist, 60 Milliarden Dollar auf den Tisch zu legen, unterstreicht seine Ambitionen für das neue Firmenkonstrukt SpaceXAI. Im Februar fusionierte Musk sein Raumfahrtunternehmen mit dem KI-Startup xAI zu einem Giganten, der mit 1,25 Billionen Dollar bewertet wird (DER AKTIONÄR berichtete). Erst im März 2025 hatte xAI zudem das soziale Netzwerk X in einer All-Stock-Transaktion geschluckt.
IPO der Superlative voraus
Dass Musk Nägel mit Köpfen macht, kommt nicht von ungefähr: Für das bevorstehende IPO will der Visionär SpaceX bestmöglich in Stellung bringen. AKTIONÄR-Leser wissen: SpaceX will schon im Juni an die Börse gehen. Gestern startete das Unternehmen dafür eine mehrtägige Analystenkonferenz hinter verschlossenen Türen.
Das SpaceX-IPO rückt den Weltraum als Investmentthema in den Fokus der Anleger. Wer breit gestreut in den Sektor investieren will, setzt dafür auf den Weltraum Index. Anleger, die hingegen hoch spekulative aber ebenso chancenreiche Einzelwerte suchen, werden in den Aktienreports „Weltraum-Geheimtipp vor dem Abflug“ und „Galaktisches Potenzial – 2 Weltraumaktien, die jetzt abheben“.
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