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SpaceX: 920 Millionen Dollar und 4,2 Prozent

SpaceX: 920 Millionen Dollar und 4,2 Prozent
Foto: newscom/Joe Marino/picture alliance/dpa
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Jan-Paul Fóri Heute, 13:24 Jan-Paul Fóri

Die Börse hat zwei neue Zahlen, auf die sie beim SpaceX-IPO schaut. Einerseits sind es die 920 Millionen Dollar, die Google künftig monatlich als Gegenleistung für Rechenleistung an Musks Raumfahrtunternehmen zahlt. Andererseits ist der Free Float zum Börsendebüt mit rund vier Prozent überraschend niedrig.

• SpaceX hat einen Deal mit Google geschlossen, der 920 Millionen Dollar monatlich bringt.
• Der Free Float zum IPO beträgt nur 4,2 Prozent.
• SpaceX peilt einen adressierbaren Markt von 28,5 Billionen Dollar an.

Der Vertag, den SpaceX mit der Alphabet-Tochter Google am 05. Juni geschlossen hat, sieht eine monatliche Zahlung von 920 Millionen Dollar an das Raumfahrtunternehmen vor. Im Gegenzug beliefert der Musk-Konzern den Suchmaschinenanbieter mit Rechenleistung. Über die Gesamtlaufzeit von Oktober 2026 bis Juni 2029 sollen so 30 Milliarden Dollar fließen. 

Insgesamt erhält Google durch den Deal Zugriff auf über 110.000 Grafikprozessen von Nvidia sowie Speicherchips und weiteren Komponenten. Sollte SpaceX jedoch scheitern, den Zugang bis zum 30. September 2026 bereitzustellen, kann Google den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen kündigen. Zudem kann der Vertrag ab dem 31. Dezember 2026 auch von jeder der beiden Seiten mit einer Frist von 90 Tagen gekündigt werden.

Der Deal mit Google ist jedoch kein Einzelfall. Erst Anfang Mai hatte SpacX einen ähnlichen Vertrag mit dem KI-Unternehmen Anthropic geschlossen. Dieser sieht eine monatliche Zahlung von 1,25 Milliarden vor. Über die Gesamtlaufzeit sollen so 40 Milliarden Dollar in die Kasse fließen. Für SpaceX sind diese Deals besonders wichtig, da das US-Unternehmen laut den Börsenprospekt einen adressierbaren Markt von 28,5 Billionen Dollar anpeilt, wovon 26,5 Billionen Dollar auf das KI-Segment entfallen sollen (siehe Grafik unten).

TAM SpaceX
Quelle: SpaceX | Gemini

Nachfrage-Überhang

Die zweite, nicht minder wichtige Kennzahl für das bevorstehende Börsendebüt, die Anleger auf dem Schirm haben sollten, lautet 4,2 Prozent. So hoch fällt der Free Float der ab dem ersten Handelstag frei handelbaren Aktien aus. Dies liegt daran, dass nur die 555,5 Millionen Class-A-Stammaktien, die SpaceX im Rahmen des IPOs bei Anlegern platziert, nicht der Sperrfrist unterliegen. 

Die Folge liegt auf der Hand: Ein großer Nachfrageüberhang trifft auf ein knappes Angebot. Verschärft wird diese Dynamik durch die geplante Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq-100 Index nur 15 Handelstage nach dem IPO. Passive ETFs werden gezwungen sein, die Aktie physisch zu kaufen – koste es, was es wolle. Eine Kursexplosion aus reiner künstlicher Knappheit am ersten Tag ist damit wahrscheinlich. 

Keine klassischen Sperrfristen

Gleichzeitig hat sich SpaceX ein hochkomplexes, gestaffeltes Freigabesystem einfallen lassen, damit nicht alle Aktien, die der Sperrfrist unterliegen nach 180 Tagen zeitgleich auf den Markt kommen. Der Börsenprospekt definiert die vorzeitige Freigabe berechtigter Aktien, sogenannter „Early Release Eligible Shares“ wie folgt.

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Nach Veröffentlichung der Q2-Zahlen werden bis zu 20 Prozent der berechtigten Aktien freigegeben. Altaktionäre und frühe Investoren dürfen dann erstmals im größeren Stil verkaufen. Unmittelbar daran gekoppelt ist ein Kurs-Performance-Trigger. Wenn die Aktie an mindestens 5 von 10 aufeinanderfolgenden Handelstage nach den Q2-Zahlen glänzt und mindestens 30 Prozent über dem Ausgabepreis steht, werden zusätzliche 10 Prozent freigeschaltet. Die kumulierte Freigabe steigt damit auf bis zu 30 Prozent. 

Danach setzen feste Zeitschritte an den Tagen 70, 90, 105, 120 und 135 nach dem Börsengang ein. An diesen fünf Terminen werden jeweils weitere sieben Prozent (insgesamt also zusätzlich 35 Prozent) freigegeben, wodurch sich die kumulierte Freigabe auf bis zu 65 Prozent erhöht. 

Der nächste große Meilenstein wird nach den Q3-Zahlen erreicht. Eine zusätzliche Tranche von 28 Prozent hebt die kumulierte Freigabe auf bis zu 93 Prozent an. Diese „große Flut“ sorgt dafür, dass fast alle für die vorzeitige Freigabe berechtigten Aktien im Umlauf sind – spätestens hier zeigt sich wie tragfähig das wahre, ungeschönte Fundament aus Angebot und Nachfrage auf dem der Aktienkurs steht, tatsächlich ist.

Die übrigen Anteile werden 180 Tage nach dem Börsengang und damit im Dezember für den Handel freigegeben. Der Anteil der dann theoretisch frei handelbaren Aktien dürfte auf rund 42 Prozent steigen. Ebenfalls 42 Prozent hält Elon Musk. Weitere 16 Prozent entfallen auf Insider und Großinvestoren, deren Anteile einer Sperrfrist von 366 Tagen unterliegen.

Weltraum Index (WKN: SL0D9X)

Das IPO von SpaceX biegt auf die Zielgrade ein. DER AKTIONÄR ist bullish für das Börsendebüt gestimmt. Im Vorfeld profitieren Anleger bereits mit dem Weltraum-Index und den in den Aktienreports „Weltraum-Geheimtipp vor dem Abflug“, „Die Space-Pioniere“ und „Galaktisches Potenzial“ vorgestellten Hidden Champions. 

Der Autor hat am Zuteilungsverfahren des in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstruments oder hierauf bezogener Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können, teilgenommen: SpaceX.

Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von den Emittenten Vergütungen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.deraktionaer.de/invest

FAQs

Was ist SpaceX?
SpaceX ist ein US-Raumfahrtunternehmen von Elon Musk. Das Unternehmen entwickelt Raketen, Raumfahrzeuge und Satellitentechnologie.

Womit verdient SpaceX Geld?
Das Unternehmen erzielt Einnahmen unter anderem durch Raketenstarts, Satellitentransporte, NASA-Aufträge und das Satelliteninternet Starlink.

Was ist das Starship Vision 3?
Das Starship Vision 3 ist die neue Schwerlastrakete von SpaceX. Sie soll künftig Menschen und Fracht zum Mond und später auch zum Mars transportieren.

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