Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk steht vor einem historischen Schritt an die Börse. Die Nachfrage nach den Papieren sprengt bereits vor dem ersten Handelstag alle bisher gekannten Dimensionen. Sowohl Großanleger als auch Kleinanleger reißen sich förmlich um die Zuteilung. Ein gigantischer Hype ist entbrannt.
- Rekord-Börsengang mit 75 Milliarden Dollar Volumen bei einer Bewertung von 1,8 Billionen Dollar steht kurz bevor.
- Massive Überzeichnung durch Kleinanleger und Institutionelle wie BlackRock sorgt für extreme Verknappung.
- Hohe fundamentale Risiken und Zweifel an der Profitabilität werden vom Markt derzeit komplett ausgeblendet.
Die Zahlen rund um das geplante Marktdebüt am Freitag verschlagen selbst erfahrenen Wall-Street-Veteranen den Atem. SpaceX peilt mit der Platzierung von 555,6 Millionen Aktien zu einem Festpreis von 135 Dollar ein Emissionsvolumen von 75 Milliarden Dollar an. Damit würde das Unternehmen mit rund 1,8 Billionen Dollar bewertet und den größten Börsengang der Geschichte hinlegen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot um ein Vielfaches. Der Vermögensverwalter BlackRock hat laut Insidern mindestens fünf Milliarden Dollar geboten, während ein einzelnes Family Office mehr als eine Milliarde Dollar investieren möchte. Insgesamt haben sich rund 1.000 institutionelle Investoren angemeldet.
Doch nicht nur die großen Fische stehen Schlange. Die treue Fangemeinde von Elon Musk stürmt die Orderbücher. Kleinanleger haben Kaufanträge über mehr als 70 Milliarden Dollar eingereicht. Da für Privatanleger wohl zwischen 20 und 30 Prozent der Aktien reserviert sind, wird der Großteil der Retail-Nachfrage unbedient bleiben. Diese künstliche Verknappung könnte den Kurs nach dem Handelsstart massiv antreiben. Auf Krypto-Handelsplattformen wie Hyperliquid und Binance herrscht bereits Euphorie. Dort gehandelte SpaceX-Dauerkontrakte notierten zuletzt bei 165 Dollar, was einer impliziten Bewertung von 2,2 Billionen Dollar entspricht.
Trotz des gigantischen Interesses gibt es warnende Stimmen. Kritiker verweisen darauf, dass SpaceX weiterhin unprofitabel ist und die Bewertung dem 60-Fachen des für dieses Jahr erwarteten Umsatzes von 29,7 Milliarden Dollar entspricht. Zudem sichert sich Musk über Sonderstimmrechte die Kontrolle. Das Analysehaus Morningstar sieht den fairen Wert der Aktie bei lediglich 63 Dollar und beziffert die Chance auf den kommerziellen Erfolg des Starship-Projekts auf nur sieben Prozent.
Der SpaceX-Börsengang wird zum ultimativen Härtetest für den gesamten Tech-Sektor. DER AKTIONÄR hat vor dem Börsengang von SpaceX eine klare Meinung zur Aktie. Ob Anleger das IPO zeichnen sollten oder nicht, erfahren Sie in der neuen Ausgabe. Diese finden Sie hier.
11.06.2026, 19:15