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BASF: Kräftige Kürzungen

BASF: Kräftige Kürzungen
Foto: BASF SE
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Thorsten Küfner Heute, 07:13 Thorsten Küfner

Der Chemieriese BASF verschärft seinen Sparkurs deutlich. So kündigte nun der Vorstandsvorsitzende Markus Kamieth an, die Kosten im Kerngeschäft bis 2029 um bis zu 20 Prozent senken zu wollen. Dafür soll ein neues Effizienzprogramm umgesetzt werden, das laut Kamieth tiefgreifende Veränderungen im Konzern mit sich bringen wird.

Das Wichtigste in Kürze


• BASF will die Kosten im Kerngeschäft bis 2029 deutlich senken und plant dafür weitere Stellenstreichungen im Konzern.

• Besonders das Stammwerk Ludwigshafen leidet weiterhin unter einer schwachen Auslastung und steht deshalb im Fokus der Sparmaßnahmen.

• Bis Ende 2028 sind betriebsbedingte Kündigungen in Ludwigshafen laut einer Standortvereinbarung ausgeschlossen.


"Es ist eines der größten Optimierungsprogramme für die BASF, ein neues Betriebssystem für den Konzern", sagte der Manager dem Handelsblatt. "Es wird zu einem neuen Kerngeschäft mit weniger Personal führen." Ein wesentlicher Teil der Einsparungen soll über geringere Personalkosten erreicht werden.

Nach Angaben des Vorstandschefs handelt es sich dabei jedoch nicht um eine kurzfristige Reaktion auf die schwache Konjunktur. "Das Projekt war von Beginn an in unserer 2024 vorgestellten Strategie verankert, jetzt setzen wir es um."

Vor allem das Stammwerk in Ludwigshafen leidet weiterhin unter einer niedrigen Auslastung. Deshalb hatte BASF bereits in den vergangenen Jahren milliardenschwere Sparprogramme gestartet und zahlreiche Stellen gestrichen. Seit Anfang 2024 wurden am Standort Ludwigshafen nach Unternehmensangaben rund 2.800 Arbeitsplätze abgebaut.

Gleichzeitig hatte sich BASF Ende 2025 mit den Arbeitnehmervertretern auf eine neue Standortvereinbarung verständigt. Diese sieht vor, dass bis Ende 2028 auf betriebsbedingte Kündigungen in Ludwigshafen verzichtet wird. Zudem will der Konzern weiterhin Milliarden in den Standort investieren.

Weltweit beschäftigte der DAX-Konzern im ersten Quartal 2026 noch 106.428 Mitarbeiter und damit rund 5.000 weniger als ein Jahr zuvor. Rund ein Drittel davon arbeitet im Stammwerk Ludwigshafen.

BASF (WKN: BASF11)

Angesichts der aktuellen Herausforderungen ist es verständlich, dass BASF die Fixkosten senken will. Das Marktumfeld für den Chemieriesen bleibt nicht leicht, auch wenn wegen Engpässen in Asien die Preise für verschiedene chemische Produkte aktuell relativ hoch sind. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für den strategisch breit und clever aufgestellten DAX-Konzern bleiben gut. Die Dividendenperle ist daher für langfristig orientierte Anleger weiterhin attraktiv. Der Stoppkurs kann bei 39,00 Euro belassen werden.

FAQs

Womit erzielt BASF seine Erlöse?

BASF verdient sein Geld vor allem mit Chemikalien, Kunststoffen, Industrielösungen, Pflanzenschutzmitteln sowie Produkten für die Automobil-, Bau- und Konsumgüterindustrie.

Was sind die Verbundstandorte bei BASF?

In den nun sieben Verbundstandorten des Konzerns werden Produktionsanlagen, Energieversorgung und Rohstoffströme eng miteinander verknüpft. Dadurch können Nebenprodukte direkt weiterverwendet, Transportwege reduziert und Kosten sowie Energie eingespart werden.

Zahlt BASF Dividende?

BASF zählt seit Jahren zu den beständigsten und spendabelsten Dividendenzahlern. Aktuell beträgt die Mindest-Dividende 2,25 Euro pro Aktie. 

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

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