BASF rechnet beim geplanten Börsengang seiner Agrarsparte offenbar mit einer Bewertung in Milliardenhöhe. Nach Informationen des „Handelsblatt“, das sich auf Finanz- und Unternehmenskreise beruft, könnte der Geschäftsbereich einen Unternehmenswert von 20 bis 30 Milliarden Euro erreichen. „Wir erwarten einen Mega-Deal“, sagte ein Insider.
Geplant ist, das Geschäft mit Saatgut und Pflanzenschutz im Jahr 2027 an die Frankfurter Börse zu bringen. Zunächst soll jedoch lediglich ein Minderheitsanteil platziert werden; wie groß dieser ausfallen wird, ist bislang offen. Mit einer Bewertung von bis zu 30 Milliarden Euro würde die Agrarsparte mehr als die Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung des Gesamtkonzerns erreichen – obwohl sie lediglich rund ein Sechstel des BASF-Umsatzes von knapp 60 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Der genaue Zeitpunkt des Börsengangs ist nach Angaben aus Unternehmenskreisen noch offen und soll von der Entwicklung an den Kapitalmärkten abhängen. Als wahrscheinlichster Zeitraum gilt derzeit das zweite Quartal 2027, während ein Börsendebüt im ersten Halbjahr grundsätzlich weiterhin möglich ist. Bis zum Herbst sollen den Informationen zufolge die begleitenden Investmentbanken ausgewählt werden. BASF bestätigte dem „Handelsblatt“, bereits mehrere Finanzinstitute für den geplanten Börsengang angesprochen zu haben.
Es dürfte spannend werden, ob die Pläne mit der Agrarsparte auch wirklich wie geplant umgesetzt werden können. Grundsätzlich bleibt die Dividendenperle für langfristig orientierte Anleger weiterhin ein attraktives Investment. Der Stoppkurs sollte bei 39,00 Euro belassen werden.
FAQs
Womit erzielt BASF seine Erlöse?
BASF verdient sein Geld vor allem mit Chemikalien, Kunststoffen, Industrielösungen, Pflanzenschutzmitteln sowie Produkten für die Automobil-, Bau- und Konsumgüterindustrie.
Was sind die Verbundstandorte bei BASF?
In den nun sieben Verbundstandorten des Konzerns werden Produktionsanlagen, Energieversorgung und Rohstoffströme eng miteinander verknüpft. Dadurch können Nebenprodukte direkt weiterverwendet, Transportwege reduziert und Kosten sowie Energie eingespart werden.
Zahlt BASF Dividende?
BASF zählt seit Jahren zu den beständigsten und spendabelsten Dividendenzahlern. Aktuell beträgt die Mindest-Dividende 2,25 Euro pro Aktie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Heute, 07:28
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