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Iran‑ und Ukrainekrieg: DAX stagniert, Öl fällt – Aumovio, BASF und Porsche im Fokus

Iran‑ und Ukrainekrieg: DAX stagniert, Öl fällt – Aumovio, BASF und Porsche im Fokus
Foto: Stonel/Shutterstock
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Jan-Paul Fóri Heute, 06:41 Jan-Paul Fóri

Nachdem der DAX in der vergangenen Handelswoche ein Rekordhoch verzeichnet hat, steht die Geopolitik zum Auftakt der neuen Handelswoche im Fokus. Vorbörslich wird der deutsche Leitindex nahezu unverändert taxiert. Bei den Einzelwerten stehen derweil Automobilzulieferer Aumovio, der Chemiekonzern BASF und der Sportwagenbauer Porsche im Blickpunkt. 

• Nach dem Rekordhoch wird der DAX nahezu unverändert erwartet.
• Trump will Selenskyj am Mittwoch treffen. 
• Porsche streicht weitere Stellen. 

Wie DER AKTIONÄR berichtete, hatte der DAX seine Rally zum Wochenausklang fortgesetzt. Bei 25.827 liegt nun das Rekordhoch. Zum Handelsschluss verbuchte das Börsenbarometer ein Plus von 0,78 Prozent auf 25.779 Punkte. Nach dem schwungvollen Start ins zweite Halbjahr könnte sich die Rally zum Wochenauftakt fortsetzen: Mit 25.789 Zählern wird der DAX am Morgen nahezu unverändert taxiert. 

DAX (WKN: 846900)

Geopolitische Signale

Aus den Krisenregionen der Welt kommen derweil unterschiedliche Signale. Während im Iran die Trauerfeiern für den getöteten Ajatollah Ali Chamenei andauern, ist dessen Sohn und designierter Nachfolger Modschtaba Chamenei bislang nicht öffentlich aufgetreten. Bei dem US-Angriff Ende Februar, dem sein Vater und weitere Familienmitglieder zum Opfer fielen, soll auch Modschtaba Chamenei schwer verletzt worden sein. Seither hat der neue iranische Führer keinen öffentlichen Auftritt mehr wahrgenommen. Wegen der Trauerfeier sollen laut Donald Trump auch die Friedensverhandlungen vorerst ruhen, wie AXIOS berichtet.

Im Ukraine-Krieg richten sich die Blicke zur Wochenmitte auf den NATO-Gipfel. US-Präsident Donald Trump will sich am Rande des zweitägigen Treffens, das am Dienstag in der türkischen Hauptstadt Ankara beginnt, mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Das teilte eine Regierungssprecherin mit.

Während keine der beiden Kriegsparteien nennenswerte militärische Fortschritte erzielt, wären die Kosten enorm. „Der Präsident verspürt daher ein echtes Gefühl der Dringlichkeit, zu versuchen, das zu einem Ende zu bringen“, teilte ein hochrangiger US-Beamter gegenüber Journalisten mit. Welche Fortschritte nun konkret erzielt werden könnten, bleibt jedoch abzuwarten: Die USA vermitteln schon länger zwischen Russland und der Ukraine, ein Waffenstillstand konnte bislang jedoch nicht erzielt werden.

Die Rohölpreise verbilligen sich zum Wochenstart indes. Grund: Die Opec+ will mehr Öl in den Markt pumpen. Demnach werde die tägliche Produktion im August um 188.000 Barrel pro Tag angehoben. Brent-Öl verbilligt sich um 0,25 Dollar auf 71,87 Dollar je Barrel. Ein 159-Liter-Fass der US-Sorte WTI kostet am Morgen 68,61 Dollar und damit 0,08 Dollar weniger als am vergangenen Freitag. Mittlerweile befinden sich die Ölpreise deutlich unter Vorkriegsniveau, an der Zapfsäule kommt dieser Effekt jedoch nicht an. 

Bei den Einzelwerten könnten dagegen die Papiere von BASF in den Fokus rücken: Der Chemiekonzern sieht sich aktuell widerstandsfähig aufgestellt, wie Finanzvorstand Dirk Elvermann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte. Der Ludwigshafener DAX-Konzern sei durch die zeitweilige Schließung der Straße von Hormus habe BASF bislang nur indirekt getroffen worden, da keiner seiner wesentlichen Lieferungen die Meerenge passieren müsse. 

Überdies profitiere BASF von seiner regionalen Aufstellung sowie einer integrierten Wertschöpfungskette und der hohen Flexibilität bei Rohstoffen, die in der Produktion zum Einsatz kommen. Statt dem aktuell sehr teuren Naphtha kann das Unternehmen beispielsweise einfach vermehrt Butan und Propan als Rohstoffe in den Upstream-Analgen einsetzen. „In dieser weltwirtschaftlich schwierigen Lage schlägt sich BASF wirklich hervorragend“, betone Elvermann.

BASF (WKN: BASF11)

Wirtschaftlich weniger gut sieht es dagegen beim Sportwagenbauer Porsche aus: Wie das Handelsblatt aus gut informierten Kreisen erfahren haben will, sollen dem angekündigten Stellenabbau bis zu 4.000 weitere Jobs zum Opfer fallen. Auf der Streichliste stehen demnach insbesondere die Bereiche Management und Verwaltung. Doch auch am Entwicklungsstandort Weissach stehen rund 30 Prozent der Kapazitäten auf dem Prüfstand. Ein Unternehmenssprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Mit dem Sparkurs will Porsche-Chef Michael Leiters die Kosten senken und den Sportwagenbauer wieder auf Kurs bringen.

Porsche AG (WKN: PAG911)

Mit Blick auf den Terminkalender stehen heute zudem die Pre-Close-Calls bei Automobilzulieferer Aumovio und dem Anlagenbauer GEA auf der Agenda. Außerdem kommen Umsatzzahlen vom spanischen Mineralölkonzern Repsol. 

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FAQs

Seit wann gibt es den DAX?
Der Deutsche Aktienindex (DAX) wurde am 1. Juli 1988 eingeführt.

Was misst der DAX?
Der DAX misst die Wertentwicklung der größten und liquidesten Unternehmen, die an der Frankfurter Börse gelistet sind. Als sogenannter Performance-Index berücksichtigt er nicht nur die Kursentwicklung der Aktien, sondern auch die Dividenden, die an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Wie viele Unternehmen sind im DAX gelistet?
Im DAX sind 40 Unternehmen gelistet Diese Anzahl wurde im September 2021 von ursprünglich 30 auf 40 erhöht, um die deutsche Wirtschaft besser abzubilden.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

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