Im Zuge des geplanten Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran soll Teheran nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance erneut internationale Atomkontrollen zulassen. Auf die Frage, ob Inspektoren wieder Zugang zum Land erhalten würden, antwortete Vance gegenüber dem Fernsehsender NBC News: "Ja, absolut".
Kurzzusammenfassung:
• Die USA und der Iran haben sich nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance auf ein Rahmenabkommen verständigt. Der Iran soll wieder internationale Atominspektoren ins Land lassen und bei der Beseitigung hochangereicherten Urans mit der IAEA zusammenarbeiten.
• Das Abkommen soll am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden. Zudem gibt es Berichte über eine Entspannung im Schiffsverkehr rund um den Golf von Oman und eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus.
• Im Gegenzug soll die US-Seeblockade gegen iranische Häfen aufgehoben werden.
Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung sei, dass sowohl die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) als auch die Vereinigten Staaten den Iran dabei unterstützen sollen, seine Bestände an hochangereichertem Uran zu beseitigen. Dieser Punkt sei in der Absichtserklärung "sehr klar festgelegt."
Nach mehreren Wochen intensiver Gespräche erzielten Washington und Teheran in der Nacht zum Montag eine grundsätzliche Einigung über einen Fahrplan zur Beendigung des Konflikts. Die offizielle Unterzeichnung des Rahmenabkommens ist für Freitag in der Schweiz vorgesehen. Laut Vance soll der vollständige Vertragstext anschließend veröffentlicht werden. Dabei betonte er: "Es gibt noch einige technische Details zu klären, die nicht den Text der Absichtserklärung selbst betreffen, sondern deren Umsetzung." Möglicherweise werde bei diesem Termin auch festgelegt, wann die Atominspektionen konkret beginnen.
Zeitgleich gibt es Hinweise auf eine Entspannung im Schiffsverkehr rund um den Golf von Oman. Iranische Staatsmedien meldeten, dass erstmals seit der Einigung mehrere Schiffe die von der US-Seeblockade betroffene Region ungehindert durchfahren konnten. Demnach passierten am Montagabend mindestens drei Öltanker sowie zwei Frachtschiffe das Gebiet ohne Zwischenfälle. Der Sender Press TV berief sich dabei auf informierte Quellen.
Bis kurz vor Abschluss der Verhandlungen galt die Zukunft der Straße von Hormus als einer der größten Streitpunkte zwischen beiden Seiten. Berichten zufolge erklärte sich der Iran nun bereit, die strategisch wichtige Wasserstraße nach der Unterzeichnung des Abkommens offen zu halten.
Im Gegenzug habe US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben die sofortige Aufhebung der Seeblockade gegen iranische Häfen angeordnet. Damit sei eine zentrale Forderung Teherans erfüllt worden.
Auch der Schiffsbeobachtungsdienst TankerTrackers berichtete auf X von ersten Bewegungen im Öltransport. Demnach habe ein Supertanker mit einer Ladung von zwei Millionen Barrel iranischen Rohöls die Sperrlinie der US-Marine passiert. Weitere Tanker befänden sich entweder in unmittelbarer Nähe der bisherigen Blockadezone oder hätten iranische Häfen bereits verlassen.
Angesichts der aktuellen Entspannung zwischen den USA und dem Iran sowie der anstehenden Öffnung der Straße von Hormus geht es mit den Ölpreisen wieder bergab, was die Kurse von Energieriesen wie etwa Repsol belastet. Allerdings dürfte der spanische Konzern auch mit einem deutlich niedrigeren Kursniveau immer noch gut leben können. Die günstig bewertete Dividendenperle bleibt attraktiv. Der Stoppkurs sollte bei 16,00 Euro belassen werden.
Heute, 06:46