Das US-Militär hat nun seine nächtlichen Angriffe auf iranische Ziele nach eigenen Angaben wieder abgeschlossen. Wie das zuständige Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf der Plattform X mitteilte, wurden im Verlauf der Operation zahlreiche Ziele mit Präzisionswaffen angegriffen.
Kurzusammenfassung:
• US-Militär erklärt die vierte Angriffswelle gegen iranische Ziele für beendet und verweist auf zahlreiche zerstörte militärische Einrichtungen.
• Washington betont die Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus und kündigt an, weitere Bedrohungen des Seeverkehrs zu verhindern.
• UN-Generalsekretär António Guterres warnt vor einer weiteren Eskalation und fordert Iran und die USA zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.
Demnach zerstörten die Streitkräfte Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen, Drohnenstandorte sowie kleinere Boote. Ziel sei es gewesen, dem Iran weitere Angriffe auf den internationalen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu erschweren.
Nach Angaben der USA handelte es sich um die vierte Angriffswelle, seit die Kämpfe in der Nacht zum Mittwoch erneut eskaliert waren. Erstmals seien dabei neben Kampfflugzeugen und Drohnen auch unbemannte Wasserfahrzeuge zum Einsatz gekommen. Centcom veröffentlichte dazu ein Video, das startende Kampfjets von einem Flugzeugträger sowie den Abschuss von Marschflugkörpern von Kriegsschiffen zeigen soll. Darüber hinaus sind mutmaßlich Einschläge der Geschosse auf ihren Zielen zu sehen. Eine unabhängige Überprüfung der vom US-Militär veröffentlichten Aufnahmen und Angaben war zunächst nicht möglich.
Centcom hob außerdem die strategische Bedeutung der Straße von Hormus für den internationalen Handel hervor und erklärte, der Iran kontrolliere die Wasserstraße nicht. Die US-Streitkräfte seien entschlossen, die freie Schifffahrt zu schützen – auch gegen "die ungerechtfertigte Aggression des Irans, seine Schikane, Drohungen und willkürlichen Verlautbarungen".
UN-Generalsekretär António Guterres reagierte mit Sorge auf die jüngste Eskalation. Er warnte auf X vor den Folgen einer weiteren Ausweitung des Konflikts. Eine Rückkehr zu umfassenden Kampfhandlungen hätte katastrophale Folgen für die Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft. "Ich rufe den Iran und die USA nachdrücklich auf, die Verhandlungen unverzüglich wieder aufzunehmen und offene Fragen auf diplomatischem Wege zu lösen."
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten verharren die Ölpreise auf einem recht hohen Niveau. Dies sorgt auch bei den Energieproduzenten für höhere Kurse. Besonders deutlich dürften davon wieder Unternehmen wie Repsol profitieren, die selbst nicht im Nahen Osten aktiv sind. Die günstig bewertete Dividendenperle bleibt nach wie vor attraktiv (Stoppkurs: 16,00 Euro).
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