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Krieg im Iran: Weitere Angriffe und neue Drohungen: "Wird noch viel schlimmer kommen"

Krieg im Iran: Weitere Angriffe und neue Drohungen:
Foto: picture alliance / SIPA | Mosab Shawer/MEI
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Thorsten Küfner Heute, 06:48 Thorsten Küfner

Die USA haben in der zweiten Nacht in Folge Angriffe auf Ziele im Iran geflogen. Nach Angaben des US-Militärs wurden rund 90 militärische Einrichtungen getroffen, darunter Luftabwehrsysteme, Küstenüberwachungsanlagen sowie Raketen- und Drohnenlager. Als Reaktion griff der Iran erneut US-Stützpunkte in den Golfstaaten Kuwait und Bahrain an.

Kurzzusammenfassung: 

• USA setzen Luftangriffe fort: In der zweiten Nacht in Folge bombardierten die USA nach eigenen Angaben rund 90 militärische Ziele im Iran; Teheran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain.

• Drohungen auf beiden Seiten: Donald Trump kündigte weitere harte Schläge an, während Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf den USA mit Vergeltung drohte.

• Konflikt um Straße von Hormus belastet Märkte: Die Spannungen könnten laut US-Berichten länger andauern. Gleichzeitig steigen die Ölpreise deutlich, wovon Energiekonzerne wie Repsol profitieren könnten.


US-Präsident Donald Trump kündigte weitere harte Militärschläge an. Die Angriffe seien eine Reaktion auf iranischen Beschuss von Schiffen, erklärte er auf seiner Plattform Truth Social. "Sollte sich so etwas wiederholen, wird es noch viel schlimmer kommen!" Das zuständige US-Regionalkommando Centcom erklärte später, die jüngste Angriffswelle sei beendet.

Irans Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf schrieb auf der Plattform X: "Amerika hat noch immer nicht begriffen, dass Einschüchterung und Wortbruch nicht mehr folgenlos bleiben. Um es ganz deutlich zu sagen: Wenn ihr zuschlagt, werdet ihr selbst getroffen."

Nach Angaben des regierungsnahen Senders Press TV forderte Teheran den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nach den erneuten "großangelegten" US-Angriffen zum sofortigen Eingreifen auf und warnte die USA vor den Folgen.

Iranische Medien berichteten von Explosionen in verschiedenen Küstenregionen, unter anderem bei Bandar Abbas, Buschehr und auf der Insel Abu Musa im Persischen Golf. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna wurden außerdem Gebäude am Flughafen von Iranschahr beschädigt. Der Staatssender Irib meldete einen Angriff auf eine Eisenbahnbrücke in der Provinz Golestan, die Revolutionsgarden sprachen von einer weiteren zerstörten Brücke. Press TV zufolge war es der erste US-Angriff in der Region seit Beginn der Waffenruhe im April.

Auch Kuwait wurde erneut Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen. Nach Angaben der Armee konnte die Luftabwehr die Attacken abwehren. In Bahrain wurden ebenfalls wieder Luftalarm und Sirenen ausgelöst. Beide Staaten beherbergen US-Militärbasen in unmittelbarer Nähe zum Iran.

Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) geht davon aus, dass der Iran bereit ist, einen umfassenden Konflikt mit den USA zu riskieren, um seine Kontrolle über die Straße von Hormus zu sichern. Die Meerenge gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl, Gas und Dünger und als bedeutendstes Druckmittel Teherans.

Die Wiederöffnung der Straße von Hormus war Teil eines Mitte Juni vereinbarten Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran. Allerdings lässt der entsprechende Abschnitt unterschiedliche Auslegungen zu. Teheran besteht darauf, allein für die Verwaltung der Meerenge zuständig zu sein.

Nach Informationen des US-Portals "Axios" bereitet sich das Weiße Haus auf eine möglicherweise mehrtägige oder sogar mehrwöchige militärische Auseinandersetzung in der Straße von Hormus vor. Wie lange und in welchem Umfang die Einsätze andauern, hänge von den nächsten Schritten des Iran ab. US-Regierungsvertreter schließen demnach eine Dauer von wenigen Tagen bis hin zu einem Monat nicht aus, sollte Teheran seine Angriffe auf Handelsschiffe fortsetzen.

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Im Zuge der Kämpfe in und um den Iran sind die Ölpreise wieder deutlich gestiegen. So kostet ein Barrel der Nordseesorte Brent nun bereits wieder 79 Dollar und damit mehr als zehn Prozent mehr als vor einer Woche. Dies sorgt natürlich auch bei Energieproduzenten für höhere Kurse. Besonders deutlich dürften davon wieder Unternehmen wie Repsol profitieren, die selbst nicht im Nahen Osten aktiv sind. Die günstig bewertete Dividendenperle bleibt nach wie vor attraktiv. Der Stopp sollte bei 16,00 Euro belassen werden. 

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