Es läuft weiterhin absolut rund bei Repsol. Der spanische Energiekonzern legte am Donnerstag seine Zahlen für das zweite Quartal vor und konnte damit einmal mehr überzeugen. So wurde der Nettogewinn von 598 Millionen Euro auf 1,84 Milliarden Euro knapp verdreifacht. Das waren etwa 200 Millionen Euro mehr als Analysten erwartet hatten.
Dementsprechend legte die Repsol-Aktie im gestrigen Handel deutlich zu, generierte ein frisches Kaufsignal und sprang auf ein neues Allzeithoch bei 27,49 Euro. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbuchten die Spanier einen Zuwachs von 1,15 Milliarden Euro auf 3,52 Milliarden Euro. Dem Unternehmen spielten natürlich die kräftig gestiegenen Öl- und Gaspreise voll in die Karten. Zudem halfen die anhaltend hohen Strompreise der Sparte für Erneuerbare Energie. Darüber hinaus lief es auch im Raffinerie-Bereich sehr gut, da die Raffineriemargen im Jahresvergleich von 5,90 auf 14,00 Dollar kletterten.
Ebenfalls sehr erfreulich: Repsol konnte im abgelaufenen Quartal die Nettoverschuldung um knapp ein Viertel verringern. Lag diese Kennzahl Ende März noch bei 4,8 Milliarden Euro, so waren es Ende Juni nur noch 3,7 Milliarden Euro.
Die geringere Verschuldung verschafft dem Konzern zusätzlichen Spielraum bei der Ausschüttungspolitik. Nachdem im Januar noch 0,50 Euro pro Aktie als Dividende ausgeschüttet wurde, sollen es nun 0,55 Euro werden. Darüber hinaus will das Management für 500 Millionen Euro eigene Aktien zurückkaufen lassen.
Der spanische Energie-Riese ist für die aktuelle Marktlage aus strategischer Sicht hervorragend aufgestellt. Die Bilanz ist solide und die Aussichten gut. Darüber hinaus ist die Dividendenperle (aktuelle Rendite 4,5 Prozent) trotz des starken Laufs in den vergangenen Wochen und Monaten immer noch günstig bewertet. Das 2026er-KGV beträgt 8 und das KBV lediglich 0,9. Die Aktie, die erst kürzlich ein frisches Kaufsignal generiert hat, bleibt daher nach wie vor ein Kauf (Stopp: 18,50 Euro).
24.07.2026, 07:59
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