Der Kapitalmarkttag von BMW verspricht Spannung. BMW muss am 29. und 30. September liefern und zeigen, wie die Neue Klasse – allen voran der iX3 – die Erholung von Absatz, Cashflow und Margen vorantreiben soll. Gefragt sind konkrete Angaben des Managements zum Produktionshochlauf, Auftragseingang, weiteren Kostensenkungen und vor allem wie man zurück zur langfristigen Zielmarge von 8 bis 10 Prozent finden will.
Der Markt will Belege, dass die Neue Klasse auch wirklich „funktioniert“. Allen voran in China. Der weltgrößte Automarkt der Welt war früher für alle deutschen Automobil-Hersteller eine Gelddruck-Maschine. Jetzt versuchen sie alle mit aller Macht den Verfall der Verkaufszahlen zu stoppen. Die Konkurrenz ist extrem stark: BYD, Xpeng, Xiaomi rollen in High-Speed neue, innovative High-Tech Smart-Phones auf vier Rädern aus und punkten damit bei den Verbrauchern.
Mit der Neuen Klasse will BMW in China eine Trendwende oder zumindest eine Stabilisierung der Absätze einleiten. Zudem erwartet der Markt am Kapitalmarkttag Aussagen von CEO Milan Nedeljković zur Strategie.
Die Aktie von BMW hat sich nach der langen Bodenbildung seit Mitte Juni wieder auf den Weg nach oben gemacht. Dabei wurde vor wenigen Tagen die obere Begrenzung der Seitwärtsrange bei 61,68 Euro durchbrochen. Nächstes Ziel ist die 100-Tage-Linie, die bei 65,42 Euro verläuft. Wird diese Hürde genommen, kann die Aktie bis auf 70,00 Euro laufen. Die Deutsche Bank sieht für die BMW-Aktie ebenfalls Aufwärtspotenzial. 90 Euro Kursziel hat Analyst Tim Rokossa vor kurzem ausgegeben.
Durch die letzten Gewinnwarnungen hat BMW viel Vertrauen bei den Investoren verspielt. Diese muss das Management wieder zurückgewinnen. Das China-Problem ist kein BMW-Problem, sondern ein Problem, das alle deutschen Automobil-Hersteller betrifft. Nach wie vor entscheidend für die weitere Entwicklung von BMW ist der Erfolg der Neuen Klasse. Wichtig wird das Pricing des iX3 beim Roll-out in China. Charttechnisch hat sich die BMW-Aktie nach der langen Bodenbildung wieder auf den Weg nach oben gemacht. Für Fans von Auto-Aktien ist das Papier eine Spekulation wert. DER AKTIONÄR hat das Papier vor kurzem in das AKTIONÄR-MUSTERDEPOT aufgenommen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BMW.
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