Bei der Aktie von Evotec ging es am Montag im späten Handel auf Tradegate erneut massiv nach unten. Der Grund: Das Unternehmen hat seine Erwartungen für 2026 kräftig nach unten angepasst und damit die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Nun droht der Rutsch auf ein neues Jahrestief.
• Evotec senkt die Prognose für 2026 deutlich.
• Der Umsatzausblick sinkt von bisher 700 bis 780 Millionen Euro auf nur noch 570 bis 610 Millionen Euro.
• Auch beim bereinigten Ebitda verschlechtert sich der Ausblick massiv: Statt 0 bis plus 40 Millionen Euro erwartet Evotec nun minus 70 bis 105 Millionen Euro.
Der im SDAX gelistete Wirkstoffentwickler rechnet nun nur noch mit einem Umsatz von 570 bis 610 Millionen Euro. Bislang standen 700 bis 780 Millionen Euro im Plan. Auch beim bereinigten Ebitda fällt der neue Ausblick deutlich schwächer aus: Statt einer Spanne von 0 bis plus 40 Millionen Euro erwartet das Unternehmen jetzt einen Verlust von 70 bis 105 Millionen Euro.
Als Gründe nennt Evotec vor allem Verschiebungen bei Erlösen und niedrigere Erwartungen im laufenden Geschäft. Rund 40 Prozent der Umsatzlücke hängen demnach mit bestehenden Partnerschaften zusammen. Hier sorgen vor allem veränderte Zeitpläne sowie später erwartete Meilensteinzahlungen dafür, dass Umsätze erst 2027 verbucht werden sollen. Weitere 45 Prozent der Lücke resultieren aus geringeren Beiträgen, die das Unternehmen ursprünglich von möglichen neuen strategischen Partnerschaften eingeplant hatte. Die restlichen rund 15 Prozent gehen auf eine schwächere Umsatzrealisierung als erwartet zurück.
Mit den neuen Zielen bleibt Evotec klar hinter den Markterwartungen zurück. Auch die bereits vorgelegten Zahlen für das erste Halbjahr fielen schwächer aus als von Analysten prognostiziert. Der Umsatz lag bei 300,1 Millionen Euro, das bereinigte Ebitda bei minus 42,7 Millionen Euro.
An der Börse kam dies alles entsprechend schlecht an: Im nachbörslichen Handel auf Tradegate sackte die Evotec-Aktie zuletzt mehr als 16 Prozent ab auf 4,13 Euro. Die Aktie droht nun auch unter das bisherige Jahrestief zu rutschen, das Mitte März bei knapp vier Euro markiert wurde. Anleger bleiben an der Seitenlinie.
Heute, 07:28
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