Die Aktien der Rüstungsbranche standen in den vergangenen Monaten nach der starken Rally zuvor deutlich unter Druck. Nun zeichnet sich aber eine klare Stabilisierung ab. Hensoldt war am Mittwoch sogar der Top-Gewinner des Tages im Index der mittelgroßen Werte MDAX. Auch Rheinmetall und Renk konnten zulegen. Derweil gibt es auch Bewegung beim Panzerbauer KNDS.
• Rüstungsaktien stabilisieren sich nach der jüngsten Korrekturphase deutlich.
• Hensoldt war am Mittwoch stärkster Gewinner im MDAX, auch Rheinmetall und Renk legten zu.
• Nato-Staaten beraten über schnelleren Ausbau der europäischen Verteidigungsfähigkeit.
• Die Bundesregierung will 40 Prozent der Anteile am Panzerbauer KNDS übernehmen.
Die Nachfrage nach militärischer Ausstattung dürfte in jedem Fall weiter hoch bleiben. Neue Spannungen zwischen den USA und Europa infolge des Iran-Konflikts prägen das Nato-Treffen in Schweden. Die Außenminister der Bündnisstaaten beraten ab Donnerstag in Helsingborg darüber, wie Europa seine Verteidigungsfähigkeit deutlich schneller stärken kann. Ziel ist es, künftig einen größeren Teil der konventionellen Sicherheit des Kontinents selbst zu tragen. Washington drängt seit Längerem auf eine gerechtere Lastenverteilung innerhalb der Nato, da sich die USA stärker auf geopolitische Rivalen wie China fokussieren wollen. Richtungsweisende Beschlüsse sollen beim Nato-Gipfel im Juli in Ankara fallen.
Die Bundesregierung hat derweil eine Entscheidung zum deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS getroffen: Nach monatelangen Verhandlungen soll der Bund zunächst 40 Prozent an dem Hersteller des Leopard-2-Panzers übernehmen. Gleichzeitig plant Berlin, den Anteil innerhalb von zwei bis drei Jahren wieder auf 30 Prozent zu senken. KNDS entstand aus dem Zusammenschluss von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter und zählt zu Europas wichtigsten Rüstungskonzernen. Medien zufolge wird das Unternehmen mit rund 20 Milliarden Euro bewertet und bereitet seinen Börsengang vor.
Rüstung bleibt weiter ganz eine klare Wachstumsbranche. Wer breit gestreut in der Rüstungsbranche investieren will, kann auf den European Defence Index setzen, in dem 20 Top-Werte aus Europa vertreten sind. Hensoldt ist hier hinter Alzchem derzeit die zweitgrößte Position. Mehr Informationen zum Index finden Sie hier.
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