T-Mobile US liefert am Donnerstagmittag operativ starke Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsquartal, doch die Aktie fällt vorbörslich deutlich und zieht auch die Mutter, die Deutsche Telekom, mit nach unten. Anleger schauen nicht nur auf Wachstum und Cashflow, sondern auch auf Integrationskosten, Hardware-Subventionen und die hohe Erwartungshaltung.
T-Mobile US hat im zweiten Quartal 2026 erneut stark abgeschnitten. Die Serviceumsätze stiegen um neun Prozent, das Core Adjusted EBITDA legte um zwölf Prozent zu. Auch die Kundenqualität spricht für den Konzern: Die Postpaid-ARPA erhöhte sich um zwei Prozent auf 152,91 Dollar. Die Strategie aus Netzqualität und Preis-Leistungs-Verhältnis funktioniert damit weiter.
Trotzdem steht die Aktie vorbörslich unter Druck. T-Mobile US verliert rund fünf Prozent, die Deutsche Telekom als Mutterkonzern gibt etwa 2,8 Prozent nach. Der Markt stört sich daran, dass die operative Stärke nicht vollständig beim ausgewiesenen Gewinn ankommt. Der Nettogewinn stagnierte nahezu. Belastend wirkten unter anderem 146 Millionen Dollar an Abschreibungen im Zusammenhang mit der UScellular-Übernahme sowie 46 Millionen Dollar aus der Netzrestrukturierung.
Hinzu kommt: T-Mobile setzt weiter stark auf Hardware-Subventionen, um Kunden zu gewinnen und in höherwertige Tarife zu bringen. Das kann sich über höhere Serviceumsätze rechnen, bleibt aber ein Kostenfaktor. Positiv ist dagegen der Cashflow. Das Management erhöhte die Prognose für den bereinigten Free Cash Flow 2026 auf 18,4 bis 18,8 Milliarden Dollar und stockte das Programm für Kapitalrückflüsse deutlich auf.
Der Rücksetzer ist ein deutliches Warnsignal, aber noch kein Grund die Aktien von Deutsche Telekom und T-Mobile US komplett links liegen zu lassen. Für einen Einstieg ist es aber auch noch zu früh.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Deutsche Telekom.
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