SpaceX hat unlängst seinen Börsengang angekündigt. Im Vorfeld ist die Liste der Unternehmen, die als heimliche Profiteure des IPOs gelten, lang. Auch um den Quantencomputer-Pionier IonQ ranken sich Gerüchte. Doch was ist dran? DER AKTIONÄR bringt Licht ins Dunkel.
• SpaceX steuert weiter mit Lichtgeschwindigkeit auf den größten Börsengang aller Zeiten zu.
• Gerüchte um eine Kooperation mit IonQ sind bisher nur reine Spekulationen.
• Welche Weltraumaktien jetzt abheben, erfahren Sie in den DER AKTIONÄR Aktienreports.
Wichtig vorab: Bisher handelt es sich hierbei um reine Spekulationen. Es gibt keine offizielle Bestätigung für eine Kooperation. Anleger sollten die These mit einer gesunden Portion Skepsis betrachten.
Die steile These hinter den Gerüchten fasziniert dennoch: SpaceX könnte in Zukunft Quantencomputer von IonQ in den Weltraum schießen und damit das globale Internet radikal revolutionieren. Die Rede ist teilweise sogar von einem technologischen Urknall.
Anderer Ansatz entscheidend
Dass in diesen Spekulationen ausgerechnet IonQ eine Hauptrolle spielt, liegt an der zugrunde liegenden Physik. Etablierte Tech-Riesen wie IBM oder Google setzen auf supraleitende Quantencomputer, die extrem empfindlich sind und tonnenschwere Kühlsysteme benötigen, um fast den absoluten Nullpunkt zu erreichen. Solche Kolosse lassen sich unmöglich effizient mit einer Rakete ins All befördern. IonQ hingegen nutzt die sogenannte „Trapped Ion“-Technologie (eingefangene Ionen). Diese Systeme kommen mit deutlich weniger Kühlung aus, sind potenziell wesentlich kompakter und damit überhaupt erst fit für den Transport in den Orbit.
Ein nüchterner Blick auf die Realität bremst die Euphorie jedoch spürbar. Zwar verfügt SpaceX über die Tochtergesellschaft Starlink bereits über ein dichtes Satellitennetzwerk, das mittels Laser kommuniziert und theoretisch für Quantensignale umgerüstet werden könnte. Auch die Übertragung von Quantenschlüsseln aus dem All wurde in wissenschaftlichen Experimenten bereits erfolgreich erprobt.
Das Problem für die IonQ-Story: Um ein solches abhörsicheres Netz zu betreiben, muss überhaupt kein Quantencomputer ins All geschossen werden. Es reicht völlig, die Quantenschlüssel am Boden zu erzeugen und über die Satelliten-Laser zu spiegeln. Der ganze Aufwand wäre daher unnötig.
Zudem entspricht es absolut nicht der DNA von Elon Musk, teure und unprofitable Fremdfirmen einzukaufen, wenn die eigene Mannschaft die Technologie selbst entwickeln kann. Sollte SpaceX irgendwann eigene Quanten-Hardware im Orbit benötigen, dürfte der Konzern eher auf eine hauseigene Abteilung setzen.
Unabhängig von den Gerüchten um eine Kooperation mit SpaceX bleibt die Story von IonQ spannend. Seit der Empfehlung im Hot Stock Report im Februar 2024 hat die Aktie um 300 Prozent zugelegt. Welche zwei Quantenaktien Autor Florian Söllner nach dem Erfolg mit IonQ jetzt für das Depot 2030 gekauft hat, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des Hot Stock Reports. Einfach hier freischalten.
Beim SpaceX-IPO bleibt DER AKTIONÄR indes weiter am Ball und wird zeitnah über weitere Neuigkeiten informieren. Wer vorab in weitere Weltraumunternehmen investieren will, die im Zuge des Börsengangs von Musks Raumfahrtunternehmen in den Fokus der Anleger rücken könnten, setzt auf die in den Aktienreports „Weltraum Geheimtipp vor dem Abflug“, „Die Space-Pioniere“ und „Galaktisches Potenzial – 2 Weltraumaktien, die jetzt abheben“ empfohlenen Papiere.
FAQs
Was ist SpaceX?
SpaceX ist ein US-Raumfahrtunternehmen von Elon Musk. Das Unternehmen entwickelt Raketen, Raumfahrzeuge und Satellitentechnologie.
Womit verdient SpaceX Geld?
Das Unternehmen erzielt Einnahmen unter anderem durch Raketenstarts, Satellitentransporte, NASA-Aufträge und das Satelliteninternet Starlink.
Was ist das Starship Vision 3?
Das Starship Vision 3 ist die neue Schwerlastrakete von SpaceX. Sie soll künftig Menschen und Fracht zum Mond und später auch zum Mars transportieren.
Heute, 09:25