Im Roten Meer ist ein Frachtschiff einer saudi-arabischen Reederei angegriffen worden. Nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO traf ein bislang unbekanntes Geschoss das Schiff und löste ein Feuer aus. Verletzt wurde niemand. Zeitgleich bekannte sich die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen zu den Angriffen.
Nach Angaben der Miliz seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden, nachdem die Schiffe eine von den Huthi ausgerufene "Blockade" missachtet hätten. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht. Die Huthi hatten erst am Montag ein "Verbot der Schifffahrt" für saudi-arabische Schiffe angekündigt. Die Miliz kontrolliert weite Teile der jemenitischen Westküste und kann von dort aus den für den Welthandel wichtigen Seeweg durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab angreifen. Bereits in den vergangenen Jahren hatten Huthi-Angriffe den internationalen Schiffsverkehr in der Region erheblich beeinträchtigt.
Indes hat das US-Militär nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran angegriffen. Laut dem Regionalkommando Centcom richteten sich die rund fünfstündigen Angriffe gegen Raketen- und Drohnenlager, Küstenüberwachungsanlagen sowie die Flugabwehr. Ziel sei es gewesen, weitere Angriffe auf Handelsschiffe und zivile Seeleute zu verhindern. Es war die zwölfte Angriffsnacht der USA in Folge.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, der Iran sei aus seiner Sicht noch nicht zu einer Einigung bereit. "Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein", sagte er. Zuvor hatte Trump auf Truth Social gedroht, die USA würden künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran "bombardieren und zerstören", falls die Islamische Republik Schiffe in der Straße von Hormus angreife.
Unterdessen verdichten sich laut einem Bericht des "Wall Street Journal" Hinweise auf eine mögliche Ausweitung des US-Militäreinsatzes. Demnach wurden Spezialeinheiten in die Region verlegt, Bomber in den USA und Großbritannien in höchste Einsatzbereitschaft versetzt und zusätzliches medizinisches Personal ins US-Militärkrankenhaus Landstuhl in Rheinland-Pfalz entsandt.
Die Ölpreise steigen weiter, da nun auch eine der wenigen Alternativrouten, um Rohstoffe aus dem Nahen Osten in den Rest der Welt zu verschiffen, immer gefährlicher wird. Auch hiervon quasi nicht betroffen ist der italienische Energieriese Eni, der im Nahen Osten nicht aktiv ist. Die Aktie zog zuletzt bereits an, ist mit einem KGV von 9 aber immer noch günstig bewertet. Darüber hinaus lockt eine satte Dividendenrendite von fünf Prozent. Eni bleibt ein Kauf (Stopp: 17,50 Euro).
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