Am Donnerstag setzten die Ölpreise ihren Anstieg fort. Damit knüpften sie an die Aufwärtsbewegung der vergangenen Tage an, nachdem US-Präsident Donald Trump erneut Drohungen gegen den Iran ausgesprochen hatte. So verteuern sich Brent- und WTI-Öl jeweils um knapp drei Prozent auf fast 94 Dollar beziehungsweise 86,50 Dollar.
Auch weiterhin dominiert der Verlauf des Iran-Kriegs das Geschehen am Ölmarkt. Nachdem die Preise zum Wochenauftakt noch spürbarer zugelegt hatten, blieb die Bewegung in den vergangenen Tagen vergleichsweise verhalten – dies, obwohl Trump dem Iran angesichts ausbleibender Fortschritte bei den Gesprächen mit Teheran mit einem "Wirtschaftskrieg" gedroht hatte. Iranische Medien zeigten sich gegenüber dieser neuerlichen Drohung zunächst zurückhaltend.
Haris Khurshid, Anlagestratege beim US-Hedgefonds Karobaar Capital, verwies auf die zuletzt geringe Volatilität am Markt: "Dass sich der Ölpreis kaum bewegt hat, ist womöglich die eigentliche Nachricht." Der Markt habe seiner Einschätzung nach gelernt, nicht mehr auf jede einzelne Schlagzeile mit sofortigen Preisanpassungen zu reagieren.
Die hohen Ölpreise sorgen natürlich bei zahlreichen Energietiteln für kräftigen Rückenwind. So ziehen die Anteilscheine von Eni weiter an und übersprangen nun auch den Widerstand bei 24,00 Euro. Das nächste Ziel für die Aktie des italienischen Öl- und Gasproduzenten, der auch bei Biokraftstoffen und Erneuerbaren Energien gut aufgestellt ist, wäre nun das im April markierte Allzeithoch bei 25,50 Euro.
Die Öl- und Gaspreise bleiben hoch, dementsprechend strotzt Eni regelrecht vor Stärke. Denn das Unternehmen ist strategisch breit und clever aufgestellt. Die immer noch günstig bewertete Dividendenperle ist daher ein gutes Investment für langfristig orientierte Anleger. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 17,50 Euro belassen werden.
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