Probleme für die Weltwirtschaft – Festtage für die Energiekonzerne: Die Ölpreise ziehen heute erneut an. So stieg der Preis für ein Barrel Brent-Öl zur Lieferung im November am Nachmittag auf 109,40 Dollar je Barrel – ein Plus von 3,1 Prozent. Ein Fass WTI-Öl verteuerte sich sogar um 5,2 Prozent auf 106,20 Dollar.
Zusätzliche Unruhe lösten Meldungen aus Libyen aus. Dort wurde nach Angaben der staatlichen Ölgesellschaft National Oil das Al-Tahar-Ölfeld stillgelegt. Hintergrund sei die erzwungene Unterbrechung des Betriebs der Hamada-Zawiya-Pipeline. Da Libyen einen erheblichen Teil seiner Ölexporte nach Europa liefert, verstärkte die Nachricht die Sorgen über das weltweite Angebot. Der wichtigste Preistreiber bleibt jedoch der Krieg mit dem Iran.
Eine Wiederöffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht absehbar. Ein Treffen, das bei vielen Marktteilnehmern große Hoffnungen geweckt hatte, wurde verschoben. Gleichzeitig kontrolliert die Huthi-Miliz die Meerenge Bab al-Mandab und hindert nun auch noch saudische Schiffe an der Durchfahrt. Seit Kriegsbeginn Ende Februar hat sich Brent deutlich verteuert: Damals kostete ein Barrel noch rund 70 US-Dollar.
Am Gasmarkt ging es dagegen abwärts. Der richtungsweisende TTF-Kontrakt für Lieferungen im Folgemonat verbilligte sich an der Amsterdamer Börse um 3,2 Prozent auf 79,90 Euro je Megawattstunde. Am Vortag war der Preis mit 84,41 Euro auf den höchsten Stand seit Ende 2022 gestiegen.
Daher klingelt die Kasse bei breit aufgestellten Energiekonzernen wie etwa Shell oder Eni.
Es bleibt dabei: Das Marktumfeld ist für die stark aufgestellten Energieproduzenten Shell und Eni weiterhin sehr gut. Die beiden Dividendenperlen sind immer noch günstig bewertet. Zudem können sich die Charts sehen lassen. Die Stoppkurse können vorerst noch bei 17,50 Euro (Eni) beziehungsweise 31,00 Euro (Shell) belassen werden.
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