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20.07.2021 Emil Jusifov

Netflix mit Q2-Zahlen: Das geht besser

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Netflix

Netflix hat heute seine Geschäftszahlen zum abgelaufenen zweiten Quartal gemeldet. Die Ergebnisse fielen insgesamt eher glanzlos aus. Beim Umsatz und den Neukunden lag der Konzern leicht über den Erwartungen. Verfehlte diese jedoch beim Gewinn. Die Aktie notiert nachbörslich leicht im Minus.

Der Streaming-Gigant hat im Q2 seinen Umsatz um 19 Prozent auf 7,34 Milliarden Dollar gesteigert (erwartet: 7,32 Milliarden Dollar). Der bereinigte Gewinn pro Aktie belief sich auf 2,97 Dollar, was unter den erwarteten 3,18 Dollar liegt.

Die Zahl der zahlenden Nettokunden stieg um 1,54 Millionen auf insgesamt 209 Millionen. Das liegt über der eigenen Prognose von einer Million Neukunden und leicht über den Erwartungen der Analysten.

Netflix begründete den eher schwachen Kundenzuwachs mit der Pandemie, die das "Wachstum ungewöhnlich verzerrt habe", sodass die Vorzieheffekte – wie das beschleunigte Nutzerwachtum und der Anstieg des Engagements pro Mitgliedshaushalt zu Beginn der Pandemie – nach wie vor sichtbar seien.

Konservative Prognose

Auch die Prognose für das dritte Quartal fällt eher konservativ aus. Der Streaming-Anbieter erwartet für das Q3 3,50 Millionen neue Nettokunden (erwartet: 5,46 Millionen). Der Umsatz soll um rund 16 Prozent auf 7,48 Milliarden Dollar steigen.

Positiv: Das Unternehmen bekräftige nochmal, dass es fest gewillt ist, in den Bereich Gaming zu expandieren. Netflix sieht die Gaming-Sparte als seine neue Content-Kategorie.


Netflix (WKN: 552484)

Hier geht's zu den Q2-Zahlen von Netflix

Der heutige Q2-Bericht von Netflix fiel ohne Frage eher glanzlos aus. Gerade bei der Q3-Prognose hat man sich mehr erhofft. Dass das Kursminus nachbörslich nicht größer ausfällt, hängt eher damit zusammen, dass im aktuellen Kurs bereits viel Negatives eingepreist ist. Zudem sorgt Gaming für neue Fantasie bei der Aktie.

Der Trading-Tipp vom AKTIONÄR dürfte diesmal nicht aufgehen. Für ein finales Urteil sollte man jedoch den morgigen Handelstag abwarten. Langfristig Investierte können weiterhin am Ball bleiben.



Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Netflix

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