12.12.2018 David Vagenknecht

Microsoft mit einem Volltreffer alla Wilhelm Tell

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Das margenstarke Cloud-Geschäft steht bei Microsoft klar im Fokus: Mit 23 Prozent legten die Erlöse in der Cloud-Sparte im vierten Quartal 2018 zu. Das rasant wachsende Cloudsegment wird künftig auch aus der Schweiz unterstützt: Die Großbank UBS soll die Cloud-Lösungen von Microsoft nutzen. Mit dem Deal landet Microsoft einen Volltreffer.

Der Deal ist mehrere Hundert Millionen Franken wert, sagten Insider gegenüber Bloomberg. Denn die UBS, als das größte Schweizer Finanzinstitut, verwaltet dabei ein riesiges Vermögen – vermögende Kunden vertrauen der Bank weltweit etwa 2,4 Billionen Dollar an. Den Schritt zum Outsourcing der Daten auf externe Cloud-Datenspeicher erklärte der Bankenvorstand durch signifikante Kostenvorteilen.

Doch das Transferieren von heiklen Daten über die Grenze hinaus bleibt in der Schweiz nach wie vor streng reguliert. Dieser Tatsache bewusst, hat Microsoft bereits eigene Datencenter in der Nähe von Genf und Zürich ausgebaut. Somit können die schweizerischen Datenschutzgesetze nun elegant umgangen werden.

Weitere Deals in Sicht

Zudem erklärte ein Unternehmenssprecher von Microsoft, dass der Konzern in der Schweiz nicht nur auf lokale Banken abziele, sondern auch auf Versicherer und Pharmaunternehmen. Mit dem schlüssigen Wettbewerbsvorteil in Form von Datencentern vor Ort, bleibt der UBS-Deal wohl nicht der letzte.

Microsoft zeigt wieder mal seine Stärke im Zukunftsgeschäft der Cloud-Services. Darüber hinaus sind die operativen Margen des Softwarekonzerns im Peer-Vergleich hoch. Somit dürfte Microsoft auch in den kommenden Jahren ein gewinnbringender Konzern bleiben. Investierte Anleger lassen die Gewinne laufen. Kursziel: 125 Euro.