Massen‑Verkäufe bei Coinbase: CEO Armstrong macht Kasse

Massen‑Verkäufe bei Coinbase: CEO Armstrong macht Kasse
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Coinbase Global Inc. A -%
Philipp Schleu Heute, 15:00 Philipp Schleu

Die Papiere der Kryptobörse Coinbase gerieten am Mittwoch unter Druck. Zu Handelsschluss verbuchte die Aktie ein Minus von 5,7 Prozent. Der Grund für die Verstimmung am Markt: Neue Daten zeigen das Ausmaß der Insiderverkäufe durch Firmengründer Brian Armstrong.

Die Zahlen, die Matthew Sigel vom Vermögensverwalter VanEck veröffentlichte, zeichnen ein deutliches Bild. Zwischen April 2025 und Januar 2026 stieß Armstrong mehr als 1,5 Millionen Aktien ab. Besonders markant war der 25. Juni 2025. An diesem Tag verkaufte der Coinbase-Chef ein Paket von über 336.000 Papieren zu einem Kurs von 355,37 Dollar. Insgesamt trennte sich der CEO in den vergangenen neun Monaten von Anteilen im Wert von rund 545,7 Millionen Dollar.

Während die Verkäufe bis in den Januar 2026 anhielten, verlor der Kurs stetig an Boden. Zuletzt ging die Aktie bei 153,20 Dollar aus dem Handel – weit entfernt vom Januar-Spitzenwert von 262 Dollar. 

Der Kursverfall hinterlässt Spuren in der Bilanz des Gründers. Armstrong ist aus dem Bloomberg Billionaires Index herausgefallen. Sein Vermögen sackte von einem Höchststand von 17,7 Milliarden Dollar im Juli 2025 auf aktuell rund 7,5 Milliarden Dollar zusammen. Den Großteil seines Kapitals hält Armstrong weiterhin in seiner 14-prozentigen Beteiligung an der Kryptobörse.

Coinbase (WKN: A2QP7J)

Armstrong ist nicht der einzige prominente Verkäufer. Auch Cathie Wood und ihre Investmentgesellschaft Ark Invest reduzierten ihre Positionen. Ark stieß Coinbase-Papiere für 17,4 Millionen Dollar ab und investierte zeitgleich in den Konkurrenten Bullish.

Die Skepsis der Anleger wächst vor allem mit Blick auf die anstehenden Quartalszahlen. Während Goldman Sachs die Aktie jüngst mit einem Kursziel von 303 Dollar auf „Kaufen“ hochstufte, zeigt sich JPMorgan leicht pessimistischer. Die Analysten dort senkten ihr Kursziel von 399 auf 290 Dollar behielten aber ihr Overweight-Rating bei. Sie verweisen auf sinkende Handelsvolumina und eine allgemeine Schwäche bei Krypto-Preisen. Für die am Donnerstagabend anstehenden Quartalszahlen wird ein Gewinn je Aktie von einem Dollar bei einem Umsatz von 1,82 Milliarden Dollar erwartet.

Die heute Abend anstehenden Quartalszahlen werden darüber entscheiden, ob Coinbase den Abwärtstrend stoppen kann oder ob die fundamentale Schwäche im Handelsgeschäft die Aktie weiter nach unten zieht. Ein Einstieg drängt sich aufgrund der aktuellen Schwäche nicht auf.

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