Neue Top-Titel für das AKTIONÄR-Depot
Foto: Börsenmedien AG
11.07.2015 Thorsten Küfner

K+S: Das empfehlen jetzt die Experten

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Die Aktie von K+S ist derzeit ganz klar der spannendste Wert im DAX. Die Frage, ob der kanadische Konkurrent Potash den Düngemittel- und Salzproduzenten aus Kassel schluckt, elektrisiert die Anleger förmlich. DER AKTIONÄR zeigt nun auf, was derzeit die Analysten beim DAX-Titel empfehlen.

Derzeit raten elf von 33 Experten, die sich regelmäßig mit der Aktie von K+S beschäftigen, zum Kauf. 15 Analysten stufen die Papiere mit Halten ein, sieben raten zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei 38,96 Euro.

Besonders zuversichtlich gestimmt ist weiterhin die Investmentbank Equinet. So hat Analyst Michael Schäfer die Einstufung für K+S nach einem Interview von K+S-Finanzchef Burkhard Lohr in der "Börsen-Zeitung" zum Übernahmeangebot durch Potash auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Das Interview enthalte zwar nichts Neues, aber die Gespräche gingen weiter. Die Anleger müssten also weiter mit Kursschwankungen leben. Das Aufwärtspotenzial der Aktie liege bei nahezu 50 Prozent.

Bernstein ist wenig begeistert
Hingegen bleibt das US-Analysehaus Bernstein Research eher zurückhaltend. Analyst Jeremy Reden hat die Aktie von K+S vor Zahlen auf "Market-Perform" mit einem Kursziel von 37 Euro belassen. Der Dünger- und Salzkonzern dürfte sein operatives Ergebnis (Ebit I) im zweiten Quartal dank positiver Währungseffekte weiter gesteigert haben. Allerdings kämen die Kalipreise in Übersee unter Druck, und die Kosten für das Kaliprojekt Legacy in Kanada zögen an. Kurzfristig sollte das Übernahmeinteresse des Konkurrenten Potash den Aktienkurs antreiben.

Noch Luft nach oben
DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Die K+S-Papiere bleiben für mutige Anleger ein Kauf. Die Chancen für ein Zustandekommen der Übernahme möglicherweise auch zu einem höheren Preis als den bislang gebotenen 41,00 Euro stehen weiterhin gut. Zur Absicherung sollte ein Stopp bei 34,00 Euro platziert werden.
(Mit Material von dpa-AFX)

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