29.04.2020 Emil Jusifov

Facebook vor Q1-Zahlen: Das können Anleger erwarten!

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Facebook

Als zweites Unternehmen aus dem GAFAM-Index wird Facebook heute nach der Schließung der US-Börsen seine Zahlen zum ersten Quartal 2020 präsentieren. DER AKTIONÄR zeigt auf, was Anleger erwarten können.

Facebook hat bereits im Vorfeld angekündigt, dass es im laufenden Jahr aufgrund der Coronakrise mit Umsatzeinbußen im Werbegeschäft rechnet. Zeitgleich gab das Unternehmen bereits bekannt, einen deutlichen Nutzungsanstieg seiner Dienste im Zuge der Pandemie zu beobachten.

Die Analysten erwarten einen Q1-Umsatz von 17,29 Milliarden Dollar (plus 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Der Gewinn je Aktie soll bei 1,72 Dollar liegen (plus 102 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Innovationsoffensive mit positiven Effekten

Facebook konnte im Zuge der Krise mit einer Vielzahl von Produktinnovationen und -erweiterungen punkten. So hat der Social-Media-Riese die Instagram-Plattform aufgerüstet, um kleineren Unternehmen den Zugang zum Anzeigengeschäft zu vereinfachen.

Weiterhin hat Facebook mit Portal TV, der Gaming Plattform und dem neuen Videokonferenz-System (mit bis zu 50 gleichzeitigen Teilnehmern) drei neue Produkte auf den Markt gebracht. Diese Produkte stoßen laut dem Unternehmen auf eine hohe Nachfrage bei Kunden und Nutzern.

Bemerkenswert war auch die milliardenschwere Beteiligung von Facebook am indischen E-Commerce-Unternehmen Jio.

Man darf also gespannt sein, ob Facebook im Kontext der Q1-Zahlen bereits von positiven Effekten seiner Innovationspipeline berichten wird.

Facebook (WKN: A1JWVX)

Die Facebook-Aktie konnte seit ihrem März-Tief bereits rund 30 Prozent zulegen. Gelingt dem Social-Media-Riesen eine positive Überraschung bei den Q1-Zahlen, dann könnte die Aktie die 200-Tage-Linie bei rund 192,32 Dollar durchbrechen und damit ein neues technisches Kaufsignal auslösen. Andernfalls droht ein Abrutschen in Richtung der 180-Dollar-Marke. DER AKTIONÄR bleibt für die langfristige Zukunft des Konzerns aufgrund seiner starken fundamentalen Verfassung, hoher Liquiditätsreserven und Innovationsfähigkeit sehr optimistisch. Dabeibleiben, Gewinne laufen lassen.

Wer etwas breiter in Big Tech investieren will, kann einen Blick auf den GAFAM-Index werfen. Der vom AKTIONÄR aufgelegte Index beinhaltet die fünf größten US-amerikanischen IT-Unternehmen: Alphabet (Google), Apple, Facebook, Amazon und Microsoft. Die Aktien werden jährlich gleichgewichtet, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Dividenden werden bei der Indexberechnung allerdings nicht berücksichtigt. Der GAFAM Index hat seit der Auflegung rund 117 Prozent zugelegt.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.

Hinweis auf potenzielle Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Die Börsenmedien AG hat mit Morgan Stanley als Emittent des Finanzinstruments eine Lizenzvereinbarung geschlossen, wonach die Börsenmedien AG Morgan Stanley eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von Morgan Stanley Vergütungen.

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Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

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ISBN: 978-3-86470-662-2