16.04.2020 Emil Jusifov

Facebook: Instagram wird gegen Corona aufgerüstet

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Facebook

Die Welt befindet sich noch inmitten der Coronakrise. Zuletzt wurde bekannt, dass auch Facebook unter den Folgen der Pandemie aufgrund sinkender Werbeerlöse leidet. Doch nun wird der Social-Media-Gigant innovativ und unternimmt einen weiteren Schritt in Richtung der Monetarisierung Instagrams.

Laut einem Bericht des Nachrichtensenders CNN ermöglicht Instagram seit gestern nun kleineren Unternehmen in den USA und Kanada, Geschenkkarten, Online-Lebensmittelbestellungen und Spendenaktionen in ihren Profilen oder Geschichten zu veröffentlichen. Instagram-Nutzer können auf eine Geschenkkarte oder eine Lebensmittelbestellung klicken, um über die Website des jeweiligen Unternehmens einzukaufen.

Nach Angaben des Tech-Giganten folgen auf Instagram mindestens 90 Prozent der Nutzer einem Unternehmen. Kleine und mittlere Firmen sind für Facebook und seine Töchter von essenzieller Bedeutung. Von den 140 Millionen Unternehmen in den Facebook-Apps sind mindestens acht Millionen Werbetreibende.

Da viele große Konzerne aus dem Reise- und Einzelhandelsbereich aufgrund der Pandemie immer mehr ihre Werbeausgaben herunterfahren oder diese völlig einstellen, sind kleinere und mittlere Unternehmen für Facebooks Einnahmengenerierung aber auch den Erhalt der Lebendigkeit seiner Plattformen von fundamentaler Bedeutung.

Facebook (WKN: A1JWVX)

Die Facebook-Aktie hat seit ihrem März-Tief eine starke Rallye auf das Parkett gezaubert und über 20 Prozent zugelegt. Mit seiner neuen Aktion auf der Instagram-Plattform geht der Tech-Gigant gegen die sinkenden Werbeeinnahmen vor und hilft daneben auch kleinen Unternehmen, um aus der virusbedingten Bredouille herauszukommen. Langfristig sollte diese Aktion die Profitabilität von Instagram steigern. DER AKTIONÄR bleibt für die Zukunft des Social-Media-Riesen sehr optimistisch und empfiehlt Anlegern die Korrektur zum Einstieg zu nutzen. Investierte Anleger bleiben dabei.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die Publikation resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

Autoren: McNamee, Roger
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 21.11.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-662-2