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02.04.2015 Maximilian Völkl

E.on und RWE: Harte Zeiten – das sagt die Citigroup

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DAX

Seit Monaten bereiten die beiden Versorgerriesen E.on und RWE den Anlegern wenig Vergnügen. Am Donnerstag zählen die Aktien erneut zu den schwächeren Werten im DAX. Die langfristige Seitwärtsbewegung setzt sich damit fort. Belastend wirkt eine skeptische Studie der Citigroup, die beiden Konzernen eine schwierige Zukunft prophezeit.

Das Geschäftsumfeld für die Versorger sei weiterhin hart, so Analystin Sofia Savvantidou in einer Branchenstudie. Am Markt würde dies bereits durch sinkende Erwartungen zunehmend berücksichtigt. Negative Überraschungen seien aber immer noch möglich, sollte die schwierige Periode unerwartet lang anhalten. Favoriten der Analystin sind vor diesem Hintergrund die französischen Versorger.

Im Seitwärskorridor

Die Einstufung für RWE lautet derweil unverändert „Sell“, das Kursziel liegt bei 21,40 Euro. Charttechnisch ist die Lage nach wie vor unverändert. Seit Anfang des Jahres pendelt die Aktie seitwärts. Erst wenn der Sprung über den Widerstand bei etwa 25,50 Euro gelingt, ist eine Aufhellung des Bildes möglich. Allerdings wartet dann noch immer der mittelfristige Abwärtstrend, der derzeit bei knapp 27 Euro verläuft.

Ähnlich ist die Lage bei E.on. Analystin Savvantidou empfiehlt auch den zweiten DAX-Versorger weiterhin zum Verkauf. Den fairen Wert sieht die Expertin bei 12,50 Euro. Bereits seit über zwei Jahren bewegen sich die E.on-Papiere im Seitwärtstrend. Ein nachhaltiger Ausbruch ist derzeit nicht in Sicht. Nach oben wäre der Sprung über die Marke bei 14,50 Euro ein erster Schritt. Allerdings drohen bei einem Bruch der Unterstützung bei 13,00 Euro auch noch weitere Verluste.

Abwarten

Nach wie vor bietet sich ein Einstieg bei den beiden Versorgeraktien nicht an. Bei E.on ist der Konzernumbau zwar bereits im Gange, der Erfolg der neuen Strategie steht jedoch noch in den Sternen. Noch schwieriger ist die Situation bei RWE. Ein Konzept für die Trendwende ist hier noch nicht in Sicht. Anleger bleiben deshalb weiter an der Seitenlinie.

(Mit Material von dpa-AFX)

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