++ 5 Kracher-Aktien jenseits des DAX ++

Dow und Nasdaq starten schwach: Nvidia, Micron, Marvell und Crowdstrike im Blickpunkt

Dow und Nasdaq starten schwach: Nvidia, Micron, Marvell und Crowdstrike im Blickpunkt
Foto: Reuters/ Brendan McDermid
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Thorsten Küfner Heute, 17:42 Thorsten Küfner
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Sorgen über die Sicherheit von Künstlicher Intelligenz sowie steigende Ölpreise belasten auch die US-Börsen zum Start in die neue Handelswoche. So verlor der technologielastige Nasdaq 100 1,15 Prozent auf 29.032 Punkte, während der Leitindex Dow Jones Industrial mit einem Minus von 0,24 Prozent auf 52.445 Punkte vergleichsweise moderat nachgab.

Ausgelöst wurde die Verunsicherung ausgerechnet von prominenten Stimmen aus der Branche selbst. Anthropic-Chef Dario Amodei äußerte sich nach dem Schock eigenständiger KI-Hacking-Attacken besorgt, ein KI-Schwarm könnte binnen sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein, das gesamte Internet zu übernehmen und dabei potenziell Schäden in Höhe von Hunderten Milliarden US-Dollar zu verursachen. Er appellierte an die Branche, das Tempo bei der Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu drosseln. Bereits zuvor hatten aufkommende Forderungen nach einer stärkeren Regulierung von KI-Technologie in Asien für Kursverluste gesorgt – der technologielastige südkoreanische Kospi war deutlich abgesackt, und auch europäische Anleger mieden zuletzt eher Technologiewerte.

Infront USA 30 Industrial (WKN: 969420)

Verschärft wurde die angespannte Stimmung zusätzlich durch die Entwicklung am Ölmarkt. Übers Wochenende hatte es für die Branche mehrere Rückschläge gegeben: Der Krieg im Nahen Osten setzt den weltgrößten Ölexporteur Saudi-Arabien massiv unter Druck – neben der iranischen Blockade der Straße von Hormus und der wachsenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die jemenitische Huthi-Miliz musste das Königreich nach Drohnenangriffen zusätzlich eine wichtige Pipeline abschalten. Zudem wurde ein für Montag angesetztes Außenministertreffen der Golfstaaten im Oman verschoben. Entsprechend setzte sich der am Freitag kurzzeitig unterbrochene Aufwärtstrend beim Ölpreis fort: Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete zuletzt mehr als 109 US-Dollar.

Der marktbreite S&P 500 rutschte um 0,57 Prozent auf 7.614 Punkte ab. Damit erwies sich die kräftige Kurserholung vom Freitag im Rückblick als reines Strohfeuer. Deutlich unter Druck standen am Montag vor allem Halbleitertitel. ARM Holdings, Applied Materials, Marvell Technology und Micron gaben bis zu 6,5 Prozent nach, auch die Nvidia-Aktie büßte 3,6 Prozent ein. UBS-Analyst Timothy Arcuri sprach von einem "neuen, erheblichen Risikofaktor" für die Branchenaussichten. Zwar rechnet er nicht mit einer massiven fundamentalen Verlangsamung, zumal führende KI-Labore erst kürzlich umfangreiche neue Infrastrukturinvestitionen angekündigt hätten – um die Markterwartungen zu erfüllen, müsse man jedoch "von einem ausgesprochen positiven Szenario für den Infrastrukturausbau ausgehen".

Ganz anders die Entwicklung bei Cybersicherheits-Werten: Sie profitierten von der wachsenden Sorge um das Entwicklungstempo bei KI. Die Aktien von Crowdstrike, Palo Alto und Okta legten um bis zu knapp 12 Prozent zu.

CrowdStrike (WKN: A2PK2R)

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