Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
10.11.2014 Stefan Limmer

Deutsche Post: Aller guten Dinge sind drei

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Deutsche Post
Trendthema

Zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren erhöht die Deutsche Post die Preise. Das Porto für einen Standardbrief innerhalb Deutschlands soll zum 1. Januar 2015 von 60 auf 62 Cent steigen. Nach Einschätzung von Commerzbank-Analyst Johannes Braun dürfte die Preiserhöhung der Post im kommenden Jahr 35 Millionen Euro Umsatz bringen und auch deutlich auf den Nettogewinn durchschlagen.

Die negativen Auswirkungen der wachsenden Bedeutung des Internets – und somit der Verdrängung des klassischen Briefes durch E-Mails – dürften sich so in Zukunft in Grenzen halten. Die Deutsche Post profitiert sogar von dieser Entwicklung. Schließlich trägt der florierende Online-Handel dazu bei, dass die Bonner in diesem Jahr die Marke von einer Milliarde versendeten Paketen geknackt haben. Immer mehr Menschen bestellen ihre Waren im Internet und die Post-Tochter DHL liefert weltweit einen großen Teil davon aus.

Gute Aussichten

Der Paketboom und die stark wachsende Expresssparte des DAX-Konzerns sorgten auch dafür, dass die Bonner im zweiten Quartal einen Gewinnsprung um sechs Prozent auf 654 Millionen Euro hinlegten. Dieser Trend dürfte in den kommenden Jahren anhalten. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Experten sehen die Expresssparte mit einer jährlichen Wachstumsrate von fast fünf Prozent als das zukunftsträchtigste Segment der Post an. Für das dritte Quartal des laufenden Jahres, die am 12. November veröffentlicht werden, gehen Analysten von einem Umsatz in Höhe von 13,97 Milliarden Euro aus und einem Gewinn von 0,40 Euro je Aktie.

Günstiger als die Konkurrenz

Mit einem 2015er-KGV von 13 ist die Deutsche-Post-Aktie noch günstiger als die Papiere der Konkurrenten wie UPS oder TNT. Zusätzlich lockt eine Dividendenrendite von über drei Prozent. Kaufen! 

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

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