Die starken Arbeitsmarktdaten aus den USA haben am Mittwoch die Zinssenkungshoffnungen der Anleger gedämpft und auch den deutschen Aktienmarkt belastet. Marktbeobachter werteten den Bericht als robust und von positiven Überraschungen geprägt. Gleichzeitig dürften die Zahlen es für die US-Notenbank schwieriger machen, baldige Zinssenkungen zu rechtfertigen.
Der DAX schloss 0,53 Prozent tiefer bei 24.856 Punkten. Am Nachmittag hatte der Leitindex noch kurz die Marke von 25.000 Punkten getestet, konnte das Niveau jedoch nicht halten. Damit bleibt er weiterhin unter seinem im Januar erreichten Rekordhoch von gut 25.500 Zählern.
Unternehmensseitig sorgten zahlreiche Quartalszahlen für Bewegung. Siemens Energy überzeugte mit robusten Ergebnissen und sprang um 8,4 Prozent auf ein neues Rekordhoch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf rund 36 Prozent – Bestwert im DAX
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Die Commerzbank-Aktie geriet dagegen unter Druck und verlor 2,0 Prozent. Zwar fielen die Zahlen solide aus, doch offenbar lagen die Erwartungen einiger Marktteilnehmer noch höher.
Für Bewegung sorgten auch die Zahlen von T-Mobile US. Zwar übertraf die US-Tochter der Deutschen Telekom im vierten Quartal die Umsatzerwartungen, der Ausblick auf den Barmittelzufluss 2026 blieb jedoch leicht hinter den Prognosen zurück. Nach anfänglicher Schwäche stabilisierten sich die Aktien, was auch die Telekom-Papiere stützte. Sie legten am Ende um 0,6 Prozent zu.
Für einen Schock sorgte Gerresheimer. Der Verpackungshersteller verschob erneut seinen Geschäftsbericht, zudem wurden weitere Bilanzierungsprobleme bekannt. Die Aktie brach im SDax um gut 31 Prozent ein – das Vertrauen der Investoren ist damit massiv beschädigt.
Besser lief es für Schott Pharma. Der Gerresheimer-Konkurrent startete überraschend stark ins neue Geschäftsjahr, die Aktie gewann 6,4 Prozent. Verbio zählten mit einem Plus von fast 10,0 Prozent ebenfalls zu den Gewinnern im SDax, nachdem die Deutsche Bank eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatte.
(Mit Material von dpa-AFX)
Heute, 17:45