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06.02.2020 Jochen Kauper

Borussia Dortmund: Raus aus dem Pokal, rein in die Aktie

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Borussia Dortmund

Borussia Dortmund ist am Dienstag in hohem Bogen im Achtelfinale des DFB-Pokals ausgeschieden. Die Schwarz-Gelben zogen bei Werder Bremen mit 2:3 den Kürzeren. Die Aktie ging auf Tauchstation.

Bedenklich war am Dienstagabend in erster Linie die Art und Weise, wie Borussia Dortmund in den ersten 45 Minuten agierte.

"Bequem und langsam"

Am deutlichsten wurde BVB-Sportdirektor Michael Zorn. "Wir sind dafür bestraft worden, dass wir in der ersten Hälfte lahmarschig, bequem und langsam gespielt haben", sagte Zorc dem "Kicker" am Mittwoch. "Wir haben nicht so gewirkt, als wüssten wir, worum es geht."

Die Probleme sind nicht neu: Schon in der vergangenen Saison, als der BVB einen zwischenzeitlichen Neun-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze verspielte, fehlte in den entscheidenden Situationen der letzte Punch.

Kein Beinbruch - toller Kader

Und dennoch: Das Pokal-Aus ist kein Beinbruch. Der BVB hat gute Chancen auf den Titel in der Bundesliga und auch in der Champions League kann Borussia Dortmund mit den Neuzugängen Erling Haaland und Emre Can weit kommen.

20 Millionen Euro zahlte der BVB im Winter an Red Bull Salzburg für das Sturmjuwel Haaland. Schon jetzt würden viele andere Clubs ein Vielfaches davon für Haaland auf die Tisch legen.

In letzter Minute vor Transferschluss verpflichtete BVB-Management sogar noch Emre Can von Juventus Turin. Ein Top-Transfer!

Mit seiner Erfahrung und seiner Körpersprache kann er zum Schlüsselspieler werden. "Nicht nur seine fußballerische Qualität ist wichtig für uns, sondern auch seine Mentalität, seine Art, dass er unbedingt gewinnen will", sagte Zorc in der ARD.

"Ich freue mich für den BVB und Emre Can. Das ist eine Win-win-Situation", sagte Jürgen Klopp der „Bild“: "Emre ist bei einem Klub, der wie die Faust aufs Auge zu ihm passt."

Borussia Dortmund (WKN: 549309)

Es bleibt dabei: Rücksetzer wie am Mittwoch sind Kaufkurse. Der BVB verfügt nach der Winterpause über einen erstklassigen Kader.

Ein Börsenwert von rund 770 Millionen Euro Ist zu niedrig. Juventus Turin etwa bringt es auf 1,4 Milliarden Euro. Mutige Anleger nutzen die Rücksetzer zum Einstieg. Das BVB-Management hat in Sachen Einkaufspolitik einmal mehr ein gutes Gespür bewiesen. Der Deal mit Erling Haaland und Emre Can stellen dies einmal mehr unter Beweis.

Hinzu kommt: Der Verein verfügt aufgrund eines gesteigertem Marktwerts einiger seiner Top-Talente über reichlich stille Reserven.


Stoppkurs 7,25 Euro.