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Bayer nach Zahlen: Das raten jetzt die Analysten

Bayer nach Zahlen: Das raten jetzt die Analysten
Foto: NurPhoto | Ying Tang/picture alliance/dpa
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Michel Doepke Heute, 07:25 Michel Doepke

Die Aktie von Bayer hat sich am gestrigen Dienstag nach der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal an die Spitze im DAX gesetzt. Mit einem Plus von rund vier Prozent führte der Titel den deutschen Leitindex an. Und geht es nach dem Gros der Analysten, so hat der Wert noch weiteres Potenzial nach oben.

Richard Vosser von JPMorgan gehört dazu. Sein Votum lautet "Overweight" mit einem Zielkurs von 50 Euro. Vosser sieht nachlassenden Gegenwind von der Währungsseite und erwartet, dass die Schätzungen für den Konzern um zwei bis drei Prozent steigen werden. Bayer habe laut Vosser aber auch von der Einigung auf eine Lizenzvereinbarung in einem Rechtsstreit mit dem Wettbewerber Corteva profitieren können.

Luft bis 48 Euro sieht Charles Pitman-King von Barclays. Einstufung: "Overweight". Er hob in seiner Einschätzung die starke Profitabilität im Agrarbereich hervor. Indes gab es laut Charles Pitman-King nichts Neues zum Glyphosat-Rechtsstreit.

Analyst Peter Spengler von der DZ Bank wirft bereits einen Blick in die Zukunft und hat als "nächsten Trigger" die Entscheidung des Supreme Courts zur Causa Glyphosat ausgemacht. Hintergrund: Im jahrelang schwelenden Streit will Bayer vor dem obersten US-Gerichts eine Grundsatzentscheidung herbeiführen. Diese könnte vielen Glyphosat-Klage die Grundlage entziehen. Ende April gab es eine erste Anhörung. Spengler stellt eine Entscheidung der Richter bis Ende Juni in Aussicht.

Bayer hat sich den Rechtsstreit durch die umstrittene Übernahme von Monsanto vor rund zehn Jahren ins Haus geholt. Seit Jahren ist die Causa ein enormer Belastungsfaktor für die Leverkusener.

Bayer (WKN: BAY001)

Bayer hat im ersten Quartal bei der Profitabilität klar besser abgeschnitten als vom Markt erwartet. Die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten bleiben aber nach wie vor der Knackpunkt, am Ende entscheidet der Supreme Court. Interessierte Anleger verfolgen die weiteren Entwicklungen vorerst von der Seitenlinie aus.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.

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