Der Handel vor Ostern geht langsam aber sicher zu Ende. Nach gestrigen Gewinnen auf breiter Front setzen die Märkte heute wieder zurück. Schuld ist die Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump. Ein schnelles Ende des Iran-Konflikts wurde dabei nicht in Aussicht gestellt. Darunter leiden bestimmte Branchen.
Der Knackpunkt für die Märkte ist im Iran-Krieg die Straße von Hormus, die global große Bedeutung als Transportweg für Öl und Gas hat. De facto ist sie derzeit so gut wie geschlossen. Damit sind weiterhin hohe oder sogar weiter steigende Ölpreise zu erwarten. Das trifft direkt Aktien von Airlines.
Die Wall Street hatte auf ein schnelles Ende des Krieges gehofft. Dementsprechend verlieren die Papiere von United Airlines derzeit 3,0 Prozent, die von Southwest Airlines derzeit rund zwei Prozent.
TD-Cowen-Analyst Tom Fitzgerald senkte am Donnerstag die Kursziele für mehrere Airline-Aktien. Er äußerte Zweifel an der Widerstandsfähigkeit der Reisedynamik angesichts voraussichtlich länger anhaltend hoher Energiepreise und schwächerer Kreditkartendaten.
Insgesamt leiden Airline-Aktien stark unter dem Anstieg der Kerosinpreise im Zuge des Iran-Kriegs. Höhere Treibstoffkosten erschweren es erheblich, Gewinne zu erzielen. Das gilt auch für die Papiere von Kreuzfahrtunternehmen. Carnival verliert mit mehr als vier Prozent ebenfalls übermäßig, ebenso Norwegian Cruise Line mit 3,2 Prozent.
Die Kerosinpreise sind seit Beginn des von den USA und Israel geführten Kriegs gegen den Iran um rund 70 Prozent gestiegen. Trump erklärte am Mittwoch, der Krieg „nähere sich dem Ende“, betonte aber zugleich, man müsse „die Mission vollenden“. Die Wall Street interpretiert dies überwiegend so, dass sich der Konflikt länger hinziehen könnte als zuvor gehofft.
Kreuzfahrt- und Airline-Aktien gehören zu den größten Verlierern der aktuellen Ölpreisentwicklung, ausgelöst durch den Iran-Krieg. Natürlich kann sich hier das Blatt umso schneller drehen, wenn es doch zu einem Waffenstillstand kommt. Ein Einstieg drängt sich daher bei diesen Aktien nicht auf.
02.04.2026, 20:58