Die US-Großbanken Morgan Stanley und Bank of America überzeugen am Mittwoch vor Handelsbeginn mit starken Quartalszahlen. Während der S&P 500 unmittelbar vor einem Sprung auf ein neues Allzeithoch steht, sorgt die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahost-Konflikt für Entspannung bei den Ölpreisen.
Der S&P 500 dürfte den Mittwochshandel auf Rekordhoch aufnehmen, nachdem er am Vortag weniger als ein Prozent unter seiner Bestmarke bei 7.002 Punkten geschlossen hatte. Aktuell notieren die Futures für den Leitindex bei 7.007 Punkten, womit ein historischer Handelsstart bevorsteht.
Im Fokus steht die Hoffnung auf eine neue Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran. Wie US-Präsident Donald Trump gegenüber Fox News sagte, glaubt er an ein kurz bevorstehendes Ende des Krieges. Gegenüber der New York Post deutete Trump zudem an, dass in den nächsten zwei Tagen in Pakistan „etwas passieren könnte“.
Zwar steht ein offizieller Termin für weitere Gespräche in Islamabad noch aus, doch unbestätigte Berichte über ein baldiges Treffen stützen die Zuversicht am Markt. Ein sinkender Ölpreis mindert zudem den Inflationsdruck und ebnet den Weg für weitere Kursgewinne.
Einzelwerte im Fokus
Im Zentrum des Interesses stehen die Ergebnisse der großen US-Geldhäuser. Morgan Stanley übertraf die Erwartungen der Analysten im ersten Quartal deutlich. Die Bank erzielte einen Gewinn von 3,43 Dollar je Aktie, während der Markt lediglich mit 3,00 Dollar gerechnet hatte. Besonders das starke Handelsgeschäft trieb den Umsatz auf 20,58 Milliarden Dollar. Die Aktie legte vorbörslich um mehr als zwei Prozent zu.
Auch die Bank of America lieferte einen starken Jahresauftakt. Mit einem Gewinn von 1,11 Dollar je Aktie schlug der Konzern die Konsensschätzung von 1,01 Dollar. Der Umsatz kletterte auf 30,43 Milliarden Dollar. Rückenwind kam hier vor allem aus dem Bereich Aktienhandel. Das Papier stieg vor Handelsbeginn um mehr als ein Prozent.
Abseits des Finanzsektors sorgt Broadcom für Aufsehen. Der Halbleiterhersteller weitet seine Partnerschaft mit Meta aus. Geplant ist die Lieferung von maßgeschneiderten KI-Chips mit einer Leistung von zunächst einem Gigawatt. Broadcom-Chef Hock Tan wird zudem seinen Posten im Verwaltungsrat von Meta aufgeben, um das Unternehmen künftig strategisch zu beraten. Die Aktie von Broadcom legte vorbörslich um gut zwei Prozent zu.
Ein kräftiges Plus von mehr als sechs Prozent verzeichnete zudem Snap, nachdem der Mutterkonzern den Abbau von 16 Prozent seiner Belegschaft ankündigte, um die Profitabilität durch den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu steigern.
Die Stärke der Bankenwerte untermauert die Stabilität der US-Wirtschaft, während Technologie-Giganten wie Broadcom die nächste Phase der KI-Infrastruktur einläuten. DER AKTIONÄR rät dazu, die relative Stärke des Marktes zu nutzen und bei den Sektorgewinnern an Bord zu bleiben.
Heute, 15:03